Kobe Steel räumt weitere Verstöße ein - Konzernchef geht

Tokio (APA/Reuters) - Externe Prüfer haben weitere Tricksereien bei dem von einem Skandal um gefälschte Produktdaten erschütterten japanischen Stahlkonzern Kobe Steel aufgedeckt. Konzernchef Hiroya Kawasaki nehme deshalb seinen Hut, teilte der drittgrößte Stahlkonzern Japans am Dienstag mit. Ein Nachfolger solle in Kürze benannt werden.

Untersuchungen hätten ergeben, dass die Ursache für die Datenfälschungen auch in der Führungsstruktur gelegen sei. Deshalb solle der Vorstand künftig zu mehr als einem Drittel aus externen Direktoren bestehen. Der internen Führungsriege werde zeitweise das Gehalt gekürzt.

Die externen Ermittlungen hätten einen weiteren Verstoß zu Tage gebracht, hieß es bei der Vorlage des Untersuchungsberichts. Bei der Mooka Aluminium Anlage habe es mindestens seit den 1970er Jahren Fälle von gefälschten Daten gegeben. Kobe Steel habe die Kunden bereits über den neuen Fall informiert. Die Beteiligung des Managements an den Fälschungen beschränke sich auf das Aluminium- und Kupfergeschäft.

Kobe Steel steht für einen der größten Skandale in der japanischen Wirtschaftsgeschichte. Das Unternehmen hatte vergangenen Herbst zugegeben, über Jahre falsche Angaben zu Festigkeit und Haltbarkeit von Aluminium-, Kupfer- und Stahlprodukten gemacht zu haben. Diese werden weltweit in Autos, Zügen, Flugzeugen und anderen Erzeugnissen eingesetzt. Konkrete Sicherheitsprobleme sind bisher nicht bekannt.

Wien (APA) - Die börsennotierte CA Immo bringt eine neue Unternehmensanleihe auf den Markt. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 150 Mio. Euro und eine Laufzeit von 7,5 Jahren. Der fixe Kupon beträgt 1,875 Prozent, die Anleihe ist zu je 1.000 Euro gestückelt und kann von Privatanlegern vom 20. bis 25. September gezeichnet werden - vorbehaltlich eines früheren Zeichnungsschlusses, teilte die CA Immo mit.
 

Newsticker

CA Immo begibt neue 150 Mio. Euro Anleihe - Laufzeit 7,5 Jahre

Washington/Peking (APA/AFP) - Der Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter: Als Antwort auf die von US-Präsident Donald Trump geplanten neuen Strafzölle hat Peking am Dienstag Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. US-Importe im Gesamtwert von 60 Milliarden Dollar (51,41 Mrd. Euro) sollen mit Strafzöllen belegt werden, wie die Führung in Peking erklärte.
 

Newsticker

Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter

Eisenach/Rüsselsheim (APA/dpa) - Wegen schwacher Nachfrage plant der Autobauer Opel in seinem Eisenacher Werk für den Oktober in größerem Umfang Kurzarbeit. Nach Informationen der Mainzer Verlagsgruppe VRM werden die Beschäftigten beider Schichten in dem Monat nur an 8 von 21 Arbeitstagen an den Bändern benötigt. An 13 Werktagen herrsche Kurzarbeit, wie die Zeitungen in ihren Mittwoch-Ausgaben berichten.
 

Newsticker

Opel plant Kurzarbeit im Werk Eisenach