Kobe Steel räumt weitere Verstöße ein - Konzernchef geht

Tokio (APA/Reuters) - Externe Prüfer haben weitere Tricksereien bei dem von einem Skandal um gefälschte Produktdaten erschütterten japanischen Stahlkonzern Kobe Steel aufgedeckt. Konzernchef Hiroya Kawasaki nehme deshalb seinen Hut, teilte der drittgrößte Stahlkonzern Japans am Dienstag mit. Ein Nachfolger solle in Kürze benannt werden.

Untersuchungen hätten ergeben, dass die Ursache für die Datenfälschungen auch in der Führungsstruktur gelegen sei. Deshalb solle der Vorstand künftig zu mehr als einem Drittel aus externen Direktoren bestehen. Der internen Führungsriege werde zeitweise das Gehalt gekürzt.

Die externen Ermittlungen hätten einen weiteren Verstoß zu Tage gebracht, hieß es bei der Vorlage des Untersuchungsberichts. Bei der Mooka Aluminium Anlage habe es mindestens seit den 1970er Jahren Fälle von gefälschten Daten gegeben. Kobe Steel habe die Kunden bereits über den neuen Fall informiert. Die Beteiligung des Managements an den Fälschungen beschränke sich auf das Aluminium- und Kupfergeschäft.

Kobe Steel steht für einen der größten Skandale in der japanischen Wirtschaftsgeschichte. Das Unternehmen hatte vergangenen Herbst zugegeben, über Jahre falsche Angaben zu Festigkeit und Haltbarkeit von Aluminium-, Kupfer- und Stahlprodukten gemacht zu haben. Diese werden weltweit in Autos, Zügen, Flugzeugen und anderen Erzeugnissen eingesetzt. Konkrete Sicherheitsprobleme sind bisher nicht bekannt.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker