Kobe Steel räumt weitere Verstöße ein - Konzernchef geht

Tokio (APA/Reuters) - Externe Prüfer haben weitere Tricksereien bei dem von einem Skandal um gefälschte Produktdaten erschütterten japanischen Stahlkonzern Kobe Steel aufgedeckt. Konzernchef Hiroya Kawasaki nehme deshalb seinen Hut, teilte der drittgrößte Stahlkonzern Japans am Dienstag mit. Ein Nachfolger solle in Kürze benannt werden.

Untersuchungen hätten ergeben, dass die Ursache für die Datenfälschungen auch in der Führungsstruktur gelegen sei. Deshalb solle der Vorstand künftig zu mehr als einem Drittel aus externen Direktoren bestehen. Der internen Führungsriege werde zeitweise das Gehalt gekürzt.

Die externen Ermittlungen hätten einen weiteren Verstoß zu Tage gebracht, hieß es bei der Vorlage des Untersuchungsberichts. Bei der Mooka Aluminium Anlage habe es mindestens seit den 1970er Jahren Fälle von gefälschten Daten gegeben. Kobe Steel habe die Kunden bereits über den neuen Fall informiert. Die Beteiligung des Managements an den Fälschungen beschränke sich auf das Aluminium- und Kupfergeschäft.

Kobe Steel steht für einen der größten Skandale in der japanischen Wirtschaftsgeschichte. Das Unternehmen hatte vergangenen Herbst zugegeben, über Jahre falsche Angaben zu Festigkeit und Haltbarkeit von Aluminium-, Kupfer- und Stahlprodukten gemacht zu haben. Diese werden weltweit in Autos, Zügen, Flugzeugen und anderen Erzeugnissen eingesetzt. Konkrete Sicherheitsprobleme sind bisher nicht bekannt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte