Koalition - Nowotny erwartet keine wirtschaftspolitische Änderungen

Florenz/Wien (APA) - Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny rechnet mit keiner Änderung in Österreichs wirtschaftspolitischer Linie mit der neuen Regierung. "Ich glaube nicht, dass es in Sachen Wirtschaftspolitik zu Änderungen kommen wird", so Nowotny, bei einem Seminar zum Thema Förderung finanzieller Kenntnisse unter Jugendlichen am Donnerstagabend in Florenz.

Alle politischen Parteien seien in Österreich für die EU, versicherte Nowotny. In Sachen Einwanderung hätten viele EU-Länder, darunter Deutschland, zuletzt ihre Politik geändert. "In den letzten zwölf Monaten hat sich die Linie einiger Länder in punkto Flüchtlingsproblematik stärker geändert, weil sich die Einwanderung auf Länder konzentriert hat, deren Wohlfahrtsstaat freigiebiger ist. Es muss zu einer besseren Flüchtlingsverteilung in Europa kommen. Das ist bestimmt eine Herausforderung, vor der wir stehen", so Nowotny nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

Nowotny rechnet mit weiterem Wachstum im Euroraum im kommenden Jahr. "Das ist eine Chance für die europäische Politik, vor allem für die Wirtschaftspolitik", sagte Nowotny. Wichtig sei es jetzt für Staaten, die öffentlichen Schulden zu reduzieren und für den Bankensektor faule Kredite abzubauen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne