Knorr-Bremse will in Ruhe über Börsengang entscheiden

München (APA/Reuters) - Der deutsche Fahrzeugzulieferer Knorr-Bremse will sich bei der Entscheidung über einen möglichen Börsengang Zeit lassen. Auf die Frage, ob die Erstnotiz wie erwartet zur Jahresmitte über die Bühne gehen werde, sagte Vorstandschef Klaus Deller in einem am Dienstag veröffentlichten Reuters-Interview: "Wir sprechen nicht von Sommer."

Die Entscheidung, ob Knorr-Bremse wirklich an die Börse gehe, sei noch nicht gefallen. "Vielleicht fällt sie dieses Jahr, vielleicht fällt sie nicht." Dies sei Sache des Eigentümers Heinz Hermann Thiele und hänge unter anderem von der Entwicklung an den Börsen ab. "Jetzt lassen wir erst mal den Dickschiffen den Vortritt", sagte Deller mit Blick auf Healthineers. Die Medizintechnik-Tochter von Siemens hatte am Freitag ihr Börsendebüt gegeben.

Knorr-Bremse-Eigner Thiele hatte im Herbst angekündigt, dass er mehrere Optionen zur künftigen Ausrichtung des Unternehmens prüfe - vorrangig einen Börsengang (IPO). Kurz vor dem Jahreswechsel wurden Insidern zufolge Banken dafür mandatiert: Neben der Deutschen Bank, der Hausbank der Münchner, sind dies den Angaben zufolge JP Morgan und Morgan Stanley. Üblicherweise werden solche Aufträge rund ein halbes Jahr vor der geplanten Erstnotiz vergeben. Deller sagte lediglich, man arbeite mit zahlreichen Beratern zusammen. "Natürlich sprechen wir mit Banken." Details nannte er nicht.

Der Vorstandschef führte aus, es gehe bei einem IPO nicht um eine Kapitalerhöhung, sondern darum, "dass eine Familie Anteile an die Börse bringt". Zur Größenordnung könne er nichts sagen. "Das ist eine Gesellschafterentscheidung." Die Mehrheit soll nach Thieles Willen bei der Familie bleiben. Knorr-Bremse gehört dem 76-jährigen Unternehmer gemeinsam mit seiner Tochter Julia Thiele-Schürhoff. Insidern zufolge könnte die Familie im Zuge eines milliardenschweren Börsengangs 20 bis 40 Prozent der Anteile abgeben.

"Wir bereiten uns auf einen IPO vor", sagte Knorr-Bremse-Chef Deller weiter. Als Beispiel nannte er die Umstellung der Rechnungslegung auf internationale Bilanzierungsstandards (IFRS); diese sei nicht nur für einen Börsengang gut, sondern etwa auch für Anleihen. "Wir schaffen uns Optionen damit - nicht mehr und nicht weniger."

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht