Knappe Mehrheit für Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung

Wien - Die knappe Mehrheit der Österreicher ist für die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts OGM, deren Ergebnisse der APA vorliegen. Demnach waren 56 Prozent für eine Neuauflage der vom VfGH aufgehobenen Maßnahme, 29 Prozent dagegen. Besonders hoch ist die Zustimmung bei Älteren und bei FPÖ-Wählern.

Diese waren zu 76 Prozent für die Wiedereinführung, nur elf Prozent lehnten sie ab. Die ÖVP-Wähler konnten sich zu 67 Prozent dafür erwärmen, 21 Prozent waren dagegen. Die SPÖ-Klientel ist rund zur Hälfte (51 Prozent) dafür. Bei den Grünen dagegen überwog die Ablehnung bei weitem, nur 18 Prozent standen einer Neuauflage positiv gegenüber, 70 Prozent waren dagegen. Ähnlich bei den NEOS mit 26 Prozent pro und 65 Prozent contra. Die Differenz zu den 100 Prozent macht jeweils die Antwort "weiß nicht/keine Angabe" aus. Zu berücksichtigen gilt es aber, dass die Zahl der deklarierten Wähler in der Gruppe der Befragten je nach Partei sehr klein war (zwischen 29 und 89 Personen).

Ein Altersgefälle zeigt sich deutlich in der Position zur Vorratsdatenspeicherung: Die Generation 50 plus ist zu 64 Prozent dafür, die Unter-50-Jährigen zu 51 Prozent, die Unter-30-Jährigen nur zu 48 Prozent.

Die Umfrage wurde in der ersten Märzhälfte unter knapp 500 Personen durchgeführt. Seitdem hat die Debatte wieder an Fahrt aufgenommen, zumal in Deutschland mittlerweile einen neuen Anlauf fürs systematische Datensammeln plant. Die ursprüngliche EU-Richtlinie, auf der die nationalen Regelungen beruhten, war vom Europäischen Gerichtshof gekippt worden. Und auch in Deutschland hatte das Bundesverfassungsgericht das dortige Regelwerk aufgehoben.

Der Präsident des österreichischen Verfassungsgerichtshofs, Gerhart Holzinger, hat inzwischen vor einem neuen Versuch gewarnt. Für ihn sind die Eingriffe in die Grundrechte schlicht zu gravierend. Die ÖVP indes, die sowohl Innenministerin als auch Justizminister stellt, erhofft sich von einer neuen, tunlichst verfassungskonformen Version Hilfe bei der Terroristenjagd.

Dies ist nach Ansicht von OGM-Chef Wolfgang Bachmayer auch ein Argument, das den Befürwortern wichtig ist. Er geht indes davon aus, dass nach dem Beschluss einer neuen Regelung in Deutschland die Zustimmung in Österreich noch deutlicher ausfallen könnte.

Berlin (APA/dpa) - Apple-Chef Tim Cook hat die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union (DSGVO) als Basis für einen weltumspannenden Datenschutz gelobt. "Ich bin ein großer Fan der DSGVO. Sie stellt aber noch nicht alles dar, was gemacht werden muss", sagte er am Sonntag in Berlin der Deutschen Presse-Agentur.
 

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Apple-Chef Cook in Berlin: DSGVO ist Vorbild für globalen Datenschutz

London (APA/dpa) - Der Autobauer Fiat Chrysler will seine Zuliefertochter Magneti Marelli für 6,2 Mrd. Euro an den japanischen Autozulieferer Calsonic Kansei verkaufen. Damit entstehe ein neuer Gigant in der Branche mit einem Umsatz von 15,2 Mrd. Euro im Jahr, erklärten die Konzerne am Montag gemeinsam in London. Dadurch entstehe die Nummer 7 in der Branche.
 

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Fiat Chrysler verkauft Zulieferer Magneti Marelli an Japaner

Dublin (APA/dpa) - Der Billigflieger Ryanair muss den ersten Gewinnrückgang seit fünf Jahren verdauen. Der Gewinn sank im ersten Geschäftshalbjahr um 7 Prozent auf 1,20 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Montag in Dublin mitteilte. Als Gründe für den Gewinnrückgang nannte Ryanair die Streiks, hohe Kerosinpreise, geringere Ticketpreise und Ersatzzahlungen wegen der EU-Fluggastrechte.
 

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Erster Gewinnrückgang bei Ryanair seit Jahren