Klagen gegen zweiten Hypo-Haircut - Erster Anlauf vor VfGH erfolglos

Wien/Klagenfurt - Das im März verhängte Moratorium der Finanzmarktaufsicht (FMA), mit dem die Schulden der Hypo-Bad-Bank Heta bis Mai 2016 nicht fällig werden, kann vorerst aufrecht bleiben. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat einen Antrag des Handelsgerichtes Wien gegen das Banken-Sanierungsgesetz (BaSAG), auf dem das Moratorium basiert, als unzulässig zurückgewiesen. Der Antrag sei "zu eng", so der VfGH.

Es war dies der erste Antrag eines Gerichtes gegen das BaSAG. Auch das Moratorium selbst könnte angefochten werden, sagte VfGH-Präsident Gerhart Holzinger am Freitag. Hierfür brauche es aber zuerst einen Bescheid der Finanzmarktaufsicht. Der weitere Weg würde dann über das Bundesverwaltungsgericht bis zum VfGH führen.

Das Handelsgericht behauptete sinngemäß, es sei verfassungswidrig, dass die Abwicklung der Hypo-Abbaugesellschaft Heta auf Basis des Banken-Sanierungsgesetzes erfolge. Dem VfGH war der Antrag des Gerichtes allerdings nicht ausführlich genug. Es hat nur eine Bestimmung des BaSAG angefochten. Andere Bestimmungen, die von der behaupteten Verfassungswidrigkeit ebenfalls betroffen sein könnten, wurden nicht angefochten.

"Ist ein Antrag an den Verfassungsgerichtshof aber 'zu eng' - wird also 'zu wenig' angefochten -, dann ist er aus diesen formalen Gründen nicht zulässig", begründet der VfGH. Eine Entscheidung in der Sache sei daher nicht erfolgt.

Das Handelsgericht hat den Antrag nach einer Klage der deutschen Versicherung Lucura gestellt. Seit kurzem ist laut VfGH in dieser Sache ein ausführlicherer Parteiantrag einer deutschen Bank anhängig. Zu diesem Fall laufe das Vorverfahren.

Kippt der VfGH das Abwicklungsgesetz, blieben für die Heta nur die Varianten Insolvenz oder Abdeckung des Finanzlochs durch den Steuerzahler.

Im Juli hatten die Verfassungsrichter wie berichtet das Hypo-Sondergesetz aus dem Jahr 2014 gekippt und den damit verfügten ersten Heta-Schuldenschnitt zur Gänze aufgehoben. Das Höchstgericht ortete einen Verstoß gegen das "Grundrecht auf Schutz des Eigentums". Der Bund habe mit dem Haircut auf Nachranganleihen der früheren Hypo Alpe Adria (heute: Heta) Gläubiger unterschiedlich behandelt.

Mit dem ersten Schuldenschnitt, der im August 2014 in Kraft trat, wurden über Nacht Hypo-Nachranganleihen trotz Kärntner Landeshaftung per Gesetz wertlos, damit ließ der Staat Nachranggläubiger mit rund 800 Mio. Euro bluten. Dieser erste Schuldenschnitt wurde vom VfGH heuer aber für nichtig erklärt.

Berlin/Leibnitz (APA) - Das südsteirische IT-Unternehmen "Boom Software" wird künftig rollendes Material der Deutschen Bahn (DB) bei Störfällen in die nächste geeignete Werkstatt lotsen. Eine entsprechende Kooperation über acht Jahre wurde am Freitag bei der Berliner Bahnzulieferer-Messe "InnoTrans" bekanntgegeben. Dies soll zu weniger Verschleiß und zu einer Kostenersparnis beitragen, hieß es in einer Aussendung.
 

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Steirische Software lenkt Loks der Deutschen Bahn in Werkstätten

Brüssel (APA) - Österreich ist Spitzenreiter beim Anteil der erneuerbaren Energiequellen im Strombereich. Laut Eurostat-Daten vom Freitag kam die Alpenrepublik 2016 auf 72,6 Prozent und lag damit vor Schweden (64,9 Prozent) sowie Portugal (54,1 Prozent). Der EU-Durchschnitt lag lediglich bei 29,6 Prozent. Schlusslicht in diesem Bereich war Malta mit nur 5,6 Prozent.
 

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Strom aus Erneuerbaren: Österreich mit höchstem Anteil in EU

Paris (APA/dpa) - Angesichts der Stahl-Krise mit weltweiten Überkapazitäten wollen führende Wirtschaftsmächte weiter an gemeinsamen Lösungen arbeiten. Dazu bekannten sich Vertreter der G-20-Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer sowie weitere Staaten aus der Industrieländer-Organisation OECD bei einem Treffen in Paris.
 

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G-20-Forum: Reduzierung von Stahl-Kapazitäten notwendig