Kika/Leiner sucht Ausweg nach Ausfall der Warenkreditversicherung

St. Pölten/Sandton (APA) - Der Ausfall der Warenkreditversicherung für den Kika/Leiner-Mutterkonzern Steinhoff bringt die heimische Möbelkette mit mehr als 5.000 Mitarbeitern unter Druck. Am Freitag hatten große Kreditversicherer entschieden, etwaige Forderungsausfälle für Steinhoff-Lieferanten weltweit nicht mehr abzusichern.

Kika/Leiner will nun umgehend Gespräche mit Versicherungen für Österreich und Lieferanten aufnehmen. Die Möbelketten waren bisher über den Mutterkonzern Steinhoff mitversichert. Ohne Warenkreditversicherung können Hersteller ihre Lieferungen nur auf eigenes Risiko oder gegen Vorkasse an den Händler liefern.

Die südafrikanisch-deutsche Einzelhandelsgruppe Steinhoff hatte im vergangenen Dezember Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen eingeräumt. Daraufhin verlor das Unternehmen bis zu 90 Prozent des Börsenwerts und kämpft seitdem ums finanzielle Überleben. Der angeschlagene Konzern hat Mitte Mai weiteren Abschreibungsbedarf nicht ausgeschlossen. Von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC aufgedeckte Falschbilanzierungen könnten zu zusätzlichen substanziellen Wertberichtigungen führen, hieß es damals.

Der Geschäftsführer von Kika/Leiner Österreich, Gunnar George, zeigte sich am Sonntag in einem Statement gegenüber der APA optimistisch. "Ich bin guter Hoffnung, dass wir für Österreich eine tragfähige Lösung finden werden." In den letzten Monaten sei es gelungen, das Vertrauen der Kunden zu halten und die Umstrukturierung in Österreich voranzutreiben. "Aus diesem Grund bin ich zuversichtlich, dass wir auch diese Situation meistern werden", betonte George noch am Sonntag.

Kika/Leiner hatte Mitte März bekanntgegeben, dass 4 Standorte zusperren und 46 bestehen bleiben. Betroffen waren zwei Lipo-Märkte, ein Kika- und ein Leiner-Möbelhaus.

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