Kika/Leiner-Mutterkonzern Steinhoff neu in MDAX

Der Möbelgigant Steinhoff, Mutterkonzern von Kika und Leiner, ist in Deutschland in den Börsenindex der mittelgroßen Werte (MDAX) aufgenommen worden. Einer der größten Möbelkonzerne der Welt hat seinen Ursprung in der niedersächsischen Provinz. Steinhoff wird auch "Africa's Ikea" genannt - der "Ikea von Afrika". Denn dort ist das Unternehmen besonders stark.

91.000 Menschen arbeiten weltweit für das Unternehmen, das einen steilen Aufstieg hinter sich hat, dessen Namen aber kaum jemand außerhalb der Möbelbranche kennt. In Österreich ist der Konzern seit 2013 bekannt. Damals übernahm er die vormals in Besitz der Familie Koch stehenden Möbelketten Kika und Leiner.

Bruno Steinhoff legte 1964 im niedersächsischen Westerstede den Grundstein für die heutige Steinhoff International Holdings. Er begann mit dem Import von Möbeln aus Osteuropa. Seit 1972 baut Steinhoff selbst Polstermöbel. Nach der Wende übernahm Steinhoff mehrere Möbelfabriken in Ostdeutschland und expandierte weiter Richtung Osteuropa.

1997 gründete Steinhoff zusammen mit einem Geschäftsfreund ein Gemeinschaftsunternehmen in Südafrika - der Beginn des eigentlichen Aufstiegs zum Möbelgiganten. Schon ein Jahr später, 1998, ging Steinhoff International in Johannesburg an die Börse. Erst seit Dezember 2015 wird die Aktie auch an der Frankfurter Börse gehandelt.

Der Konzern operiert mittlerweile in Europa, Afrika und im australisch-pazifischen Raum. Neben Möbelfabriken und Möbelhäusern gehören unter anderem mehrere Modeketten zum Unternehmen. In Südafrika, wo mittlerweile die Konzernzentrale liegt, verkauft Steinhoff auch Autos und betreibt das Hertz-Mietwagennetz.

Zuletzt ging Steinhoff in Großbritannien auf Einkaufstour - der Konzern bietet für die Einzelhandelskette Home Retail und die Elektrokette Darty. Bruno Steinhoff selbst hatte sich schon 2008 aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Er ist nun einer der sogenannten Stadtbotschafter seiner Heimat Westerstede - und, wie könnte es anders sein, zuständig für die Wirtschaft.

Wien (APA/Reuters) - Für die Aktien der BAWAG zeichnet sich ein Ausgabepreis von 48 Euro ab. Die begleitenden Banken teilten großen Investoren am Dienstag mit, Gebote, die darunter lägen, könnten aller Voraussicht nach nicht berücksichtigt werden. Mit dieser Formel deuten die Investmentbanker in der Regel den Preis an, auf den es hinausläuft. Er liegt nahe dem unteren Ende der Preisspanne von 47 bis 52 Euro.
 

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BAWAG-Aktien werden wohl zu 48 Euro ausgegeben

ÖVP-Chef Kurz lädt FPÖ zu Koalitionsverhandlungen

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Rom (APA) - Nach dem klaren Votum für mehr Autonomie bei den Referenden in Venetien und in der Lombardei erheben die Präsidenten der beiden norditalienischen Regionen Forderungen an die Zentralregierung in Rom. Der Präsident Venetiens, Luca Zaia, will sich nicht nur mit mehr regionalen Kompetenzen begnügen, sondern fordert für seine Region ein Sonderstatut nach Südtiroler Modell.
 

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Lombardei und Venetien stellen Autonomie-Forderungen an Rom