Kfz-Gewerbe: Dieselkrise gefährdet Existenz von Autohändlern

Berlin (APA/dpa) - Die Dieselkrise macht den deutschen Autohändlern zunehmend zu schaffen. "Die Autokäufer sind zutiefst verunsichert. Drohende Fahrverbote in den Ballungsgebieten machen gebrauchte Diesel fast unverkäuflich", sagte der Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, Jürgen Karpinski, am Donnerstag in Berlin.

Der Umsatz des Kfz-Gewerbes sei deshalb 2017 im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 1,4 Prozent auf 174,4 Mrd. Euro gestiegen.

Die Durchschnittsrendite des Kfz-Gewerbes lag nach vorläufigen Berechnungen 2017 bei 1,3 bis 1,6 Prozent, nach 1,7 Prozent im Jahr 2016. Das sei nicht überraschend, sagte Karpinski, denn beim Handel stünden mehrere Hunderttausend gebrauchte Diesel auf Halde, dadurch seien die Kosten stark gestiegen. Hinzu kämen nun noch zurückgegebene Dieselautos aus Leasingverträgen. Die Lage sei für einen Teil der Unternehmen inzwischen existenzbedrohend.

Im August 2017 hatte der Handel nach Verbandsangaben rund 300.000 Euro-5-Diesel-Pkw auf seinen Höfen stehen. Gut die Hälfte der Autohändler gab in einer aktuellen Umfrage an, dass ihr Bestand an diesen Dieselautos seitdem weiter gestiegen sei.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

Newsticker

Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

Newsticker

Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

Newsticker

Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab