KfW übernimmt Anteil an Netzbetreiber 50Hertz - Chinesen ausgestochen

Frankfurt (APA/Reuters) - Der Einstieg des chinesischen Staatskonzerns SGCC beim deutschen Netzbetreiber 50Hertz ist auch im zweiten Versuch gescheitert. Der Anteil wird stattdessen an die deutsche Staatsbank KfW verkauft, wie die belgische Elia-Gruppe am Freitag mitteilte. Elia zieht sein Vorkaufsrecht für den 20-Prozent-Anteil an 50Hertz, der beim australischen Infrastrukturunternehmen IFM liegt.

Der Anteil werde dann sofort zum selben Preis an die KfW veräußert. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits vergangene Woche von dem bevorstehenden Deal berichtet.

Um den Einstieg bei 50Hertz bemüht sich seit längerem der chinesische Konzern State Grid Corporation of China (SGCC). Der Konzern hatte vor zwei Wochen nach eigenen Angaben ein letztes Angebot von nicht ganz einer Milliarde Euro für die verbleibenden 20 Prozent an 50Hertz abgegeben. Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier sieht den Einstieg eines Investors aus einem Nicht-EU-Land in die als sensibel betrachtete Netzinfrastruktur in Deutschland skeptisch.

50Hertz betreibt rund 10.000 Kilometer Stromnetz im Norden und Osten Deutschlands, über das über 18 Millionen Menschen versorgt werden. Die Übertragungsleitungen sind von hoher Bedeutung für den Transport von Windkraft-Strom.

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