Keine gütliche Einigung im Streit um Karstadt-Kündigungen

Essen - Der Karstadt-Warenhauskonzern steht mit seinen Ende März ausgesprochenen Kündigungen vor einer Welle von Prozessen. Beim Arbeitsgericht Essen scheiterten am Montag in zwei Fällen Versuche einer vorzeitigen Einigung im sogenannten Güteverfahren. Auch in den anderen Verfahren seien gütliche Einigungen nicht zu erwarten, sagte die vorsitzende Richterin.

Damit werden ordentliche Verhandlungen notwendig, die sich nach Auskunft eines Gerichtssprechers wegen der zahlreichen Klagen bis in den Herbst hinziehen können. Insgesamt liegen dem Gericht etwa 65 Mitarbeiter-Klagen gegen ihre Kündigungen vor.

Gerügt werden unter anderem formale Verstöße wie das Nichteinhalten von Kündigungsfristen sowie eine nach Auffassung von Anwälten falsche Sozialauswahl. Einer der Kläger vom Montag war beispielsweise seit 1989 im Unternehmen tätig und hat drei Kinder. Die Warenhauskette hatte nach eigenen Angaben im Zuge der Sanierungsbemühungen Ende März insgesamt 960 Mitarbeitern Kündigungen geschickt. Allein in der Essener Hauptverwaltung sollen laut Betriebsrat rund 350 Stellen wegfallen. Kläger sind hauptsächlich Zentrale-Mitarbeiter, aber auch Beschäftigte aus den Filialen der Region.

"Der Stellenabbau gehört zu den schmerzhaften, aber im Zuge unserer Sanierung notwendigen Maßnahmen, Karstadt langfristig gesunden zu lassen", hatte Finanzvorstand Miguel Müllenbach den Schritt begründet.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte