Keine gütliche Einigung im Streit um Karstadt-Kündigungen

Essen - Der Karstadt-Warenhauskonzern steht mit seinen Ende März ausgesprochenen Kündigungen vor einer Welle von Prozessen. Beim Arbeitsgericht Essen scheiterten am Montag in zwei Fällen Versuche einer vorzeitigen Einigung im sogenannten Güteverfahren. Auch in den anderen Verfahren seien gütliche Einigungen nicht zu erwarten, sagte die vorsitzende Richterin.

Damit werden ordentliche Verhandlungen notwendig, die sich nach Auskunft eines Gerichtssprechers wegen der zahlreichen Klagen bis in den Herbst hinziehen können. Insgesamt liegen dem Gericht etwa 65 Mitarbeiter-Klagen gegen ihre Kündigungen vor.

Gerügt werden unter anderem formale Verstöße wie das Nichteinhalten von Kündigungsfristen sowie eine nach Auffassung von Anwälten falsche Sozialauswahl. Einer der Kläger vom Montag war beispielsweise seit 1989 im Unternehmen tätig und hat drei Kinder. Die Warenhauskette hatte nach eigenen Angaben im Zuge der Sanierungsbemühungen Ende März insgesamt 960 Mitarbeitern Kündigungen geschickt. Allein in der Essener Hauptverwaltung sollen laut Betriebsrat rund 350 Stellen wegfallen. Kläger sind hauptsächlich Zentrale-Mitarbeiter, aber auch Beschäftigte aus den Filialen der Region.

"Der Stellenabbau gehört zu den schmerzhaften, aber im Zuge unserer Sanierung notwendigen Maßnahmen, Karstadt langfristig gesunden zu lassen", hatte Finanzvorstand Miguel Müllenbach den Schritt begründet.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

Newsticker

Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

Newsticker

OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

Newsticker

Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018