Linzer Elektronikfirma Keba: Operativer Gewinn mehr als verdoppelt

Linz - Die Linzer Elektronikfirma Keba mit Hauptsitz in Linz hat im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr den operativen Gewinn mehr als verdoppelt: Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) wuchs von 5,6 auf 14,8 Mio. Euro. Das gab der Vorstandsvorsitzende Gerhard Luftensteiner in einem Gespräch mit der APA am Montag bekannt. Der Umsatz stieg wie bereits berichtet um 21 Prozent auf 181 Mio. Euro.

Das Umsatzplus ordnete der Firmenchef je zur Hälfte dem Stammgeschäft und der Akquisition des niederländischen Automationsunternehmens Delem zu. Letzteres wurde erstmals in der Bilanz konsolidiert. Den deutlichen Sprung begründete er mit einmalig wirksam werdenden Abrechnungen von Projektgeschäften. Deswegen und auch wegen der aktuellen konjunkturellen Bedingungen sei für das laufende Jahr nur ein leichtes Wachstum, ein "mittleres einstelliges Plus", budgetiert.

An der Akquisition von Nachfolge-Projekten werde intensiv gearbeitet. Um die Nähe zu den Kunden zu erreichen, gibt es in insgesamt elf Ländern Niederlassungen, neuerdings auch in Südkorea. Dass eine neue Handsteuerung für Roboter mit dem deutschen Robotic Award ausgezeichnet wurde, bringe neue Kunden. Auch eine neu vorgestellte Generation zur vereinfachten Gerätesteuerung, die Hand- direkt in Maschinenbewegungen umsetzt, habe bei einer Leitmesse in Nürnberg für Aufsehen gesorgt.

Im Bereich der Geldautomaten in Deutschland, Österreich und auch in Italien, einem relativ jungen Markt für Keba, "sind wir gut unterwegs", sagte Luftensteiner. Bei der Paketautomation stellt er eine starke Belebung des Marktes fest. Die Österreichische Post hat inzwischen schon 135 von 400 geplanten Abholstationen für Pakete in Betrieb genommen. Die Stromladestationen für Kfz werden in nahezu alle europäische Länder sowie auch nach USA, Kanada und China geliefert. Das Unternehmen gehört nach eigenen Angaben mit 13.500 Stromtankstellen zu den weltweit Top-3-Anbietern für Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität.

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sind um vergangenen Geschäftsjahr von 24,3 auf 29,4 Mio. Euro - das sind 16 Prozent vom Umsatz - erhöht worden. Die Exportquote nahm von 80 auf 81,5 Prozent zu. Davon gingen 60 Prozent in die EU (ohne Österreich) und 21 Prozent in den Rest der Welt.

Keba beschäftigte in der Gruppe 2013/2014 in Linz 700 und insgesamt 900 Mitarbeiter - nach 810 im Jahr davor. Das nicht in die Bilanz eingerechnete chinesische Joint Venture CBPM-KEBA (Beteiligung 25 Prozent), dessen Fokus auf der Bankautomation liegt, steigerte seinen Umsatz von 38,5 auf 40,5 Mio. Euro und die Zahl seiner Beschäftigten von 440 auf 526.

Lauda-Airline kann Mitarbeitern in Deutschland Gehalt nicht auszahlen

Lauda-Airline kann Mitarbeitern in Deutschland Gehalt nicht auszahlen

Der Streit zwischen der Ryanair-Tochter Laudamotion und der Gewerkschaft …