Kaufhof hat erneut Problem mit einem Kreditversicherer

Düsseldorf (APA/Reuters) - Die deutsche Warenhauskette Kaufhof hat nach einem Medienbericht Schwierigkeiten mit einem weiteren Kreditversicherer. Der Versicherer Atradius habe seine Garantiesummen für Kaufhof-Lieferanten ab Jänner 2018 drastisch reduziert oder sogar auf null gestellt, berichtete das Fachmagazin "TextilWirtschaft" am Dienstag.

"Galeria Kaufhof hat keinerlei Zahlungsschwierigkeiten gegenüber seinen Lieferanten und auch keine Probleme bei der Belieferung", erklärte ein Kaufhof-Sprecher: "Gleiches gilt für unsere Eigentümerin Hudson's Bay Company (HBC)." Kaufhof sei zuversichtlich, mit Atradius eine tragfähige Lösung zu finden.

Erst im Juli war bekanntgeworden, dass der Kreditversicherer Euler Hermes Garantiezusagen für Lieferungen an die Warenhauskette gekürzt hatte. Bei Unternehmen wie Euler Hermes versichern etwa Produzenten aus der Textilindustrie das Risiko ihrer Lieferungen an Handelsunternehmen. Kann der Händler die Lieferung nicht bezahlen, springt die Kreditversicherung ein.

Kaufhof kämpft mit Umsatzrückgängen und Verlusten. Das Management hatte indes angekündigt, das Ruder herumreißen zu wollen. Der Warenhauskonzern war 2015 vom nordamerikanischen Handelsriesen HBC übernommen worden. HBC liegt eine Übernahmeofferte der Signa-Holding des österreichischen Investors Rene Benko vor, der schon den Konkurrenten Karstadt besitzt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte