Katar rechnet noch 2016 mit Trendwende beim Ölpreis

Der OPEC-Staat Katar rechnet noch im laufenden Jahr mit wieder steigenden Ölpreisen. Seit Beginn des Preisrutsches Mitte 2014 seien die Investitionen um 380 Mrd. Dollar (351 Mrd. Euro) gekürzt worden und im vergangenen Jahr hätten 24 US-Ölfirmen Insolvenz angemeldet, erklärte der katarische Energieminister Mohammed al Sada am Dienstag. Deswegen könne das Überangebot bald abnehmen.

"Unter den gegenwärtigen Umständen könnte es noch vor Jahresende zu einem neuen Bullenmarkt beim Öl kommen", hieß es.

Er ist damit optimistischer als Kuwait. Dessen OPEC-Gouverneur rechnet erst ab 2017 wieder mit einem Preisanstieg. "2016 wird kein leichtes Jahr, was die Preise angeht", sagte Nawal al Fusaia. Bis 2020 sei zudem allenfalls mit einem Ölpreis zwischen 40 und 60 Dollar je Barrel (159 Liter) zu rechnen. Produktionskürzungen seitens der OPEC lehnte er ab, solange sich Produzenten außerhalb des Kartells nicht daran beteiligten.

Aktuell kostet Rohöl rund 30 Dollar pro Barrel. Vor eineinhalb Jahren mussten für die führende Sorte Brent noch 115 Dollar gezahlt worden. Gründe für den Preisverfall sind unter anderem ein Überangebot auf dem Weltmarkt und eine eher schwache Konjunktur, unter anderem in China.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort