Katalonien - Regionalregierung will 2.315 Wahllokale öffnen

Barcelona/Madrid (APA/dpa) - Ungeachtet des Verbots des Verfassungsgerichts und des Widerstands aus Madrid will die Regionalregierung in Katalonien beim Unabhängigkeitsreferendum am Sonntag 2.315 Wahllokale öffnen lassen. Die Abstimmung finde zwischen 09.00 und 20.00 statt, sagte Regierungssprecher Jordi Turull am Freitag.

Insgesamt sind mehr als 5,3 Millionen Katalanen aufgerufen, über die Abspaltung der wirtschaftsstarken Region abzustimmen. Die Zentralregierung versucht weiter, die Befragung mit allen Mitteln zu verhindern. Was genau am Wahltag geschehen wird, wagt deshalb niemand vorherzusagen.

Erst am Donnerstag hatte die spanische Polizei bei Hausdurchsuchungen erneut 2,5 Millionen Wahlzettel sichergestellt. Bei Dutzenden Razzien hatten Sicherheitsbeamte bereits in der vergangenen Woche mehrere Millionen Stimmzettel und 1,5 Millionen Wahlplakate beschlagnahmt. Bürger in Katalonien erklärten aber, dies stelle kein Problem dar, sie würden einfach neues Material drucken.

Bürgerkomitees, die sich für die Durchführung der Volksabstimmung einsetzen, forderten die Bevölkerung auf, schon ab diesem Freitag Schulen und andere Gebäude zu besetzen, die als Wahllokale dienen sollen. So solle sichergestellt werden, dass die paramilitärische Polizeieinheit Guardia Civil die Wähler am Sonntag nicht am Eintritt in die Gebäude hindern könne, berichtete die Zeitung "El Mundo". Madrid hat zahlreiche Sicherheitskräfte in die Region entsandt, darunter auch die ihr unterstellte Guardia Civil.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro