Karstadt will bei der Verwaltung stärker sparen

Bei der krisengeplagten Warenhauskette Karstadt des Tiroler Immo-Investors Rene Benko drohen weitere Einschnitte in der Verwaltung. "Wir werden all das weiter reduzieren, was nicht unmittelbar unseren Kunden einen Nutzen bringt, wie zum Beispiel unnötige Verwaltungsfunktionen und Doppelarbeiten", so der Arbeitsdirektor und Finanzchef Miguel Müllenbach laut einem WAZ-Bericht (Mittwochausgabe).

Das Unternehmen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Nach Einschätzung des Betriebsrats sei ein Viertel der rund 1.700 Stellen in der Essener Hauptverwaltung des Unternehmens in Gefahr, berichtete die Zeitung. Zuvor hatte das Unternehmen bei einer Betriebsversammlung die Beschäftigten informiert. Es gebe aber noch keine konkreten Entscheidungen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise.

Um Verwaltungsaufgaben zu bündeln, sei auch die Einführung von sogenannten "Kopffilialen" geplant, denen eine Reihe von Karstadt-Häusern untergeordnet werden solle. Als Standort für eine "Kopffiliale" in NRW sei Köln im Gespräch.

Die Gewerkschaft ver.di hatte zuvor weitere drohende Einschnitte im Verkauf beklagt. Neben der bereits bekannten Streichung von 2.000 Stellen sollen nach Angaben der Gewerkschaft weitere 1.100 Mitarbeiter von Verkaufsberatern zu Regaleinräumern degradiert werden. Die Betroffenen sollten pro Monat 300 Euro weniger verdienen als bisher, hieß es. Erst kürzlich hatte Müllenbach die Notwendigkeit einer harten Sanierung des Unternehmens bekräftigt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte