Karstadt schafft Ertragswende in Warenhäusern - Insider

Essen - Karstadt verdient Insidern zufolge in den Warenhäusern wieder Geld. Nach ersten vorläufigen Zahlen habe das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 (Ende September) bei einem Umsatzrückgang von etwa vier Prozent ein operatives Ergebnis von etwa 17 Mio. Euro erreicht, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen am Freitag zu Reuters.

Unter dem Strich stehe aber noch ein Verlust von rund 66 Mio. Euro zu Buche. Abweichungen seien dabei noch möglich, so die Insider. Karstadt wollte die Zahlen nicht kommentieren.

Für 2013/14 hatte Karstadt bei einem Umsatz von 2,65 Mrd. Euro noch einen Betriebsverlust von 108 Mio. Euro und einen Fehlbetrag von gut 190 Mio. Euro ausgewiesen. 2014 übernahm dann der österreichische Immobilien-Investor Rene Benko den Kaufhof-Konkurrenten. Er setzte zunächst den Rotstift an, um die Umsatzverluste einzudämmen und Karstadt aus der Verlustzone zu holen. Unprofitable Warenhäuser in Stuttgart und Hamburg wurden bereits geschlossen, weitere Filialen in Neumünster, Recklinghausen und Bottrop folgen. Mehr als 2.000 Mitarbeiter mussten gehen. Zudem lichtete Karstadt-Chef Stephan Fanderl den Markendschungel im Sortiment und setzt verstärkt auf eine lokale Ausrichtung der Warenhäuser.

"Das Sanierungsprogramm greift, wir stabilisieren die Erträge, reduzieren Kosten und beginnen verlorene Stammkundschaft zurückzugewinnen", hieß es in einem Schreiben des Vorstands an die Mitarbeiter, das Reuters vorliegt. Nach einer Rückkehr zum Urlaubsgeld will Karstadt nun für 2015 auch wieder Weihnachtsgeld zahlen. Aber auch das neue Geschäftsjahr 2015/16 werde "herausfordernd", nun komme es auf das Weihnachtsgeschäft an, schrieb Fanderl an die Mitarbeiter. Im Geschäft über die Feiertage, in dem die Einzelhändler traditionell den Löwenanteil ihrer Gewinne einfahren, steht Karstadt in Konkurrenz zum Wettbewerber Kaufhof, der unter seinem neuen Eigner Hudson's Bay in die Offensive gehen will.

Gesamtbetriebsratschef Jürgen Ettl hatte in einem Reuters-Interview gesagt, im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 könne der Warenhauskonzern auch unter dem Strich wieder die Gewinnschwelle erreichen. Er erwarte zudem, dass keine weitere Karstadt-Filialen die Pforten schließen.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London