Karstadt-Beschäftigte erhalten doch wieder Urlaubsgeld

Düsseldorf/Essen - Im Tarifstreit bei der angeschlagenen deutschen Warenhauskette Karstadt geht das Management einen Schritt auf die Arbeitnehmer zu. Die Mitarbeiter des Kaufhof-Konkurrenten sollen nun doch Urlaubsgeld für 2015 bekommen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die zunächst im Zuge der Sanierung gestundeten Zahlungen sollten nun im Juli fließen.

Darauf hätten sich Karstadt-Chef Stephan Fanderl, der neue Gesamtbetriebsratsvorsitzende Jürgen Ettl sowie Verhandlungsführer Arno Peukes verständigt. Karstadt gehört der österreichischen Signa rund um Investor Rene Benko.

"Wir haben weiter einen harten Weg vor uns, bis Karstadt vollständig gesund ist und über die modernsten Einzelhandelsprozesse des Marktes verfügt", sagte Fanderl. "Aber wir sehen bereits in den Büchern, dass wir das Ruder herumgerissen haben." Die Tarifverhandlungen sollten baldmöglichst fortgeführt werden. "Wir tun im Hinblick auf das Urlaubsgeld 2015 und weitere Forderungen unseres Sozialpartners genau das, was für Karstadt auch leistbar ist und uns weiterbringt."

Die Karstadt-Führung hatte im Mai 2013 eine "Tarifpause" für die damals noch rund 17.000 Beschäftigten ausgerufen - der Warenhausriese sparte sich so Lohnerhöhungen. Bisher sollen nur die drei Luxushäuser um das Berliner KaDeWe in die Tarifbindung zurückkehren. Fanderl pocht für die übrigen Teile auf tiefe Einschnitte. Die Gewerkschaft ver.di fordert hingegen eine Standort- und Beschäftigungssicherung sowie die zügige Rückkehr in die Tarifbindung.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London