Kapsch zum Staatsziel Wirtschaft: "Es geht um die Balance"

Wien (APA) - Der Präsident der Industriellen-Vereinigung, Georg Kapsch, begrüßt das Vorhaben der Regierung, die Wirtschaft zum Staatsziel im Verfassungsrang zu machen. "Wir haben viele Dinge in der Verfassung stehen, wie Umweltschutz und Tierschutz", sagte Kapsch im "Ö1-Morgenjournal". "Wieso dann nicht etwas, das Arbeitsplätze in diesem Land sichert?"

Es gehe darum, Verfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen und vor allem "die Rechtssicherheit zu gewähren, dass Unternehmen, die in Österreich investieren wollen, auch wissen, unter welchen Rahmenbedingungen". Es gehe nicht darum, über Umweltinteressen "drüberzufahren", denn eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren bedeute nicht, dass sie inhaltlich schlechter werden, betonte der IV-Präsident. "Es geht um die Balance."

Von einem Geschenk der Regierung an die Wirtschaft könne keine Rede sein, meinte Kapsch. Es sei ja auch "noch nichts wirklich beschlossen, die großen Dinge sind noch nicht beschlossen". Die großen Themen Arbeitszeit, Zwölf-Stunden-Tag oder steuerliche Entlastungen für Unternehmen würden noch fehlen. Andere Themen wie Pensionen, Gesundheit und Staatsreform bzw. Föderalismusreform seien überhaupt noch nicht angesprochen worden. Der Zwölf-Stunden-Tag sei ihm "ganz, ganz wichtig", werde aber nicht dazu führen, dass die Arbeitnehmer weniger verdienen: "Wir lassen die Normalarbeitszeit und damit die Überstunden-Regelungen gleich."

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker