Kapsch TrafficCom schreibt wieder Gewinn

Wien - Der börsennotierte Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs 2015/16 einen Nettogewinn von 6,1 Mio. Euro erzielt. In der Vorjahresperiode war noch weder Gewinn noch Verlust erzielt worden. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 134,3 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) kletterte von 6,2 auf 15,9 Mio. Euro.

Damit lag Kapsch TrafficCom etwas unter den Analystenschätzungen für das dritte Quartal, die im Mittel einen Umsatz von 136,5 Mio. Euro und einen Gewinn von 8,7 Mio. Euro erwartet hatten. Lediglich die EBIT-Schätzung von 15,2 Mio. Euro wurde leicht übertroffen.

In den ersten drei Quartalen 2015/16 stieg der Umsatz um 8 Prozent auf 379,2 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 82 Prozent auf 43,3 Mio. Euro. Der Nettogewinn sprang von 1 Mio. auf 25,3 Mio. Euro.

Die Bilanzkennzahlen der ersten neun Monate haben sich ebenfalls verbessert: Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 45,2 Prozent. Die liquiden Mittel stiegen per Ende Dezember auf 138,0 Mio. Euro. Die Nettoverschuldung wurde in ein Nettoguthaben in Höhe von 24,5 Mio. Euro gedreht.


Im Berichtszeitraum erhielt die Kapsch TrafficCom Group mehrere Neuaufträge in den USA, Chile, Australien und Neuseeland. Eine Stadtlösung wurde in Italien in Betrieb genommen, und in Prag wird künftig die V2X-Technologie eingesetzt werden. Im Spätsommer erhielt das Unternehmen einen bedeutenden Auftrag: die Lieferung und Installation der Verkehrsmanagementsysteme im Rahmen des grenzübergreifenden Programmes "CHARM" der niederländischen und der englischen Straßenbehörden. Die bestehenden Betriebsprojekte bildeten im Berichtszeitraum eine stabile Geschäftsbasis und der Ausbau der Systeme in Weißrussland und Polen trug ebenfalls wie erwartet zu Umsatz und Ergebnis bei, heißt es von Unternehmensseite in einer Aussendung.

Kapsch TrafficCom sieht in den verbesserten Unternehmenskennzahlen auch einen Erfolg seines "Programm 2020" mit Maßnahmen zur Kostensenkung und Ertragssteigerung.

Im Ausblick wird eine EBIT-Marge für das gesamte Wirtschaftsjahr 2015/16 von über jenen 10 Prozent erwartet, die zunächst als Mindestwert für das Kerngeschäft angestrebt wurden. In operativer Hinsicht sehe Kapsch TrafficCom - auch für das kommende Wirtschaftsjahr 2016/17 - der Entwicklung der bestehenden Projekte optimistisch entgegen. Zudem bestehen einige Ausschreibungen und weitere potenzielle Projekte.

Mit dem vierten Quartal 2015/16 werde die Berichterstattung bereits einer geänderten Segmentierung folgen, kündigt das Unternehmen an. Die Kennzahlen werden zur Vergleichbarkeit rückgerechnet. Darüber hinaus plane Kapsch TrafficCom weitere strategische Schritte für die Zukunft.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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