Kapsch TrafficCom verbessert Ergebnis

Wien (APA) - Der börsennotierte Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom hat im ersten Halbjahr 2014/15 das Ergebnis verbessert und den Umsatz leicht gesteigert. Das Periodenergebnis sei trotz der Belastung durch die Wertminderung der Beteiligung an der Q-Free ASA von 12,2 Mio. Euro positiv gewesen und bei 0,9 Mio. Euro gelegen, nach einem Minus von 0,7 Mio. Euro in der Vorjahresperiode, teilte das Unternehmen mit.

Das EBIT (Ergebnis von Zinsen und Steuern), das von gegenläufigen Einmaleffekten beeinflusst gewesen sei, verbesserte sich von 7,6 auf 17,6 Mio. Euro. Der Umsatz stieg leicht auf 237,4 Mio. Euro, nach 235,9 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Von der APA befragte Analysten hatten im Durchschnitt einen Nettogewinn von 5,9 Mio. Euro, ein EBIT von 10,4 Mio. Euro und einen Umsatz von 234,6 Mio. Euro prognostiziert.

Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen soll nun "zügig ein Intensivprogramm zur nachhaltigen Verbesserung der Profitabilität" umgesetzt werden, heißt es in der Mitteilung von heute, Donnerstag, weiter. Die im August erfolgte Aufhebung der Mautausschreibung in Russland bekräftigte diesen Beschluss.

Unter dem Titel "Programm 2020" würden bis Ende des Wirtschaftsjahres verschiedene Maßnahmen initiiert und umgesetzt. Dazu zähle der Plan, im kommenden Wirtschaftsjahr 2015/16 auf Basis einer dem aktuellen Umsatzniveau entsprechenden Kostenstruktur eine EBIT-Marge von 10 Prozent zu erreichen - mit einer weiteren Steigerung im Folgejahr. Das im März gestartete "Maßnahmenpaket zur Performance-Steigerung" werde fortgesetzt, es seien aber auch strukturelle und finanzielle Anpassungen vorgesehen. Im Sinne der langfristigen Wachstumsstrategie werde eine zweistellige EBIT-Marge angestrebt.

In den vergangenen beiden Jahren hätten sich neue Projekte verzögert - einige Ausschreibungen seien im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen aufgehoben oder verschoben worden. Auch würden derzeit weniger große, landesweite Mautsysteme nachgefragt, sondern zunehmend regional, interurban und modular ausgerichtete Lösungen.

Das zweite Halbjahr werde von "strategischen Adaptionen an die veränderten Marktbedingungen" geprägt sein. Operativ würden die bestehenden Projekte wie der Ausbau der Mautsysteme in Weißrussland und Polen fortgeführt. Die Implementierung des Systems in Texas sollte im kommenden Halbjahr abgeschlossen werden, unverändert wird den Unternehmensangaben zufolge auch an der Ergebnisverbesserung in Südafrika gearbeitet.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die deutsche Commerzbank verfolgt ihre Pläne für eine europäische Onlinebank nicht weiter. "Wir haben inzwischen entschieden, das Projekt Copernicus nicht fortzuführen", sagte Privatkundenchef Michael Mandel in einem im Intranet der Commerzbank veröffentlichten Interview, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte.
 

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Deutsche Commerzbank gibt Pläne für europäische Onlinebank auf

Berlin (APA/Reuters) - Europa muss sich im internationalen Zahlungsverkehr angesichts des Konflikts über die Iran-Sanktionen nach den Worten des deutschen Außenministers Heiko Maas unabhängiger von den USA machen.
 

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Maas: Europa im Zahlungsverkehr unabhängiger von USA machen

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