Kapsch rittert gegen drei Mitbewerber um tschechisches Lkw-Maut

Prag/Wien (APA) - Der börsennotierte österreichische Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom hat bei der Ausschreibung für den Betrieb des tschechischen Lkw-Mautsystems drei Konkurrenten. Das hat das Verkehrsministerium in Prag am Freitag bestätigt.

Gesucht wird ein Betreiber für das Lkw-Mautsystem nach dem Jahr 2019 für zehn Jahre. Neben dem aktuellen Betreiber Kapsch TrafficCom haben sich laut tschechischen Medien auch die slowakische SkyToll, die ungarische National Toll Payment und die deutsche T-Systems beworben.

Drei der Angebote liegen nach Angaben des Verkehrsministeriums preislich um 25 bis 50 Prozent unter den vom Ministerium geschätzten Kosten von 29 Mrd. Kronen (1,14 Mrd. Euro). Das sei eine "angenehme Überraschung", wird Verkehrsminister Daniel Tok zitiert. Ein Angebot liege hingegen deutlich über der Preisschätzung, so Tok.

Es bestehe die Chance, dass man künftig weniger bezahlen müsse als bisher, sagte Tok. Der Preis für den Betrieb des Systems könnte von derzeit 20 Prozent der Mauterträge auf 10 Prozent sinken. Man werde die Angebote jetzt sorgfältig prüfen und voraussichtlich im Herbst über die Auftragsvergabe entscheiden. Der Gewinner der Ausschreibung werde dann rund 14 Monate Zeit haben um das Mautsystem vorzubereiten.

Die Lkw-Maut wird in Tschechien seit 2007 elektronisch mit Hilfe des von Kapsch errichteten Mikrowellensystems eingehoben. Mautpflichtig sind derzeit rund 1.400 Kilometer der Autobahnen, Schnellstraßen und Straßen der 1. Klasse. Ab 2019 sollten weitere 900 Kilometer Straßen mautpflichtig werden.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor