Kanzlei Mossack Fonseca: "Panama Papers" bei Hackerangriff erbeutet

Kanzlei Mossack Fonseca: "Panama Papers" bei Hackerangriff erbeutet

Panama-Stadt - Die durch die sogenannten Panama Papers ins Visier geratene panamesische Anwaltskanzlei Mossack Fonseca ist nach eigenen Angaben Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Die mehr als elf Millionen Dokumente über ein Geflecht von Briefkastenfirmen für Prominente, die seit Tagen weltweit für Aufsehen sorgen, seien durch einen Angriff von außen erbeutet worden, so Mitgründer Ramon Fonseca zu Reuters.

Die Firma habe deswegen eine Strafanzeige gestellt. Fonseca ergänzte, die Kanzlei, die die Briefkastenfirmen aufsetze, habe nicht gegen Gesetze verstoßen. Alle Aktivitäten seien legal. Mossack Fonseca helfe nicht bei Steuerhinterziehung oder Geldwäsche. Es seien auch keine Dokumente vernichtet worden. Veröffentlichte E-Mails der Firma seien aus dem Zusammenhang gerissen worden.

Zahlreiche Politiker, Sportler und Manager stehen wegen Verbindungen zu Briefkastenfirmen jetzt unter Druck. Der isländische Ministerpräsident Sigmundur David Gunnlaugsson trat in diesem Zusammenhang am Dienstag nach Protesten der Bevölkerung in seinem Land zurück.

Washington (APA/dpa) - Nach tagelangen zähen Verhandlungen haben Republikaner und Demokraten in den USA den Stillstand der Regierung beendet - das eigentliche Problem damit aber nur vertagt. Der Kongress verabschiedete am Montag einen weiteren Übergangshaushalt, der die Finanzierung der Regierung bis zum 8. Februar sicherstellt. Beide Seiten wollen zudem weiter über ein Einwanderungspaket verhandeln.
 

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"Shutdown" der US-Regierung beendet - aber nur Übergangslösung

Luxemburg (APA/dpa) - Der Europäische Rechnungshof hat der EU-Kommission Nachlässigkeiten bei der Haushaltsüberwachung in Europa vorgeworfen. Die Brüsseler Behörde wende den Stabilitäts- und Wachstumspakt nicht effektiv an, um übermäßige Verschuldung und wirtschaftliche Ungleichgewichte in Europa wirksam zu verhindern, erklärten die Rechnungsprüfer am Dienstag in Luxemburg.
 

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Rechnungshof wirft EU-Kommission mangelhafte Haushaltsüberwachung vor

Wien (APA) - Am heutigen zehnten Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen den Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und 13 weitere Angeklagte hat der Verteidiger des mitangeklagten Walter Meischberger schwere Vorwürfe erhoben. Der Anwalt mutmaßt eine verbotene Absprache zwischen dem teilgeständigen Peter Hochegger und der Justiz. Hochegger und Staatsanwalt Alexander Marchart dementierten das.
 

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Grasser-Prozess - Verteidigervorwurf gegen Hochegger: Verbotener Deal