Kanada eskaliert Handelsstreit mit USA um Flugzeuge

Chicago (APA/dpa) - Kanada schlägt im Handelsstreit um grenzüberschreitende Flugzeuglieferungen mit den USA zurück: Das Land lässt seine Pläne fallen, dem US-Hersteller Boeing 18 Kampfjets vom Typ Super Hornet abzukaufen. Stattdessen ersteht Kanada 18 gebrauchte F-18-Kampfflugzeuge aus Australien und schreibt den eigentlichen Auftrag neu aus, wie Verteidigungsminister Harjit Sajjan am Dienstag (Ortszeit) ankündigte.

Der Ankündigung waren bereits tagelang Spekulationen vorausgegangen.

Die Entscheidung der kanadischen Regierung wird als Revancheakt für den Schritt der US-Regierung von Donald Trump gesehen, die Importe von Passagiermaschinen für die US-Fluggesellschaft Delta Airlines mit erheblichen Strafzöllen belegt hatte. Die Bombardier-Flugzeuge seien über Gebühr staatlich subventioniert, befand das US-Handelsministerium.

Kanada kündigte an, einen Teil seiner Flotte von Kampfflugzeugen neu ausschreiben zu wollen. Auftragnehmer, die sich schädlich für Kanada verhielten, seien in dem Bieterprozess benachteiligt. Dies ist ein klarer Fingerzeig in Richtung Boeing. Der US-Hersteller bedauerte in einer Stellungnahme die Entwicklung.

Die USA und Kanada verhandeln derzeit über die Neufassung ihres gemeinsamen Freihandelsabkommens mit Mexiko (NAFTA). Die Chancen auf eine Einigung waren zuletzt dem Vernehmen nach wieder gesunken.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder