Kärntner Finanzloch - Heute will man gutes Stück weiterkommen

Wien/Klagenfurt - Vor dem Start der neuen Verhandlungsrunde um die Finanzierung des Landes Kärnten im Finanzministerium haben sich die Kärntner Verhandler, Finanzreferentin Gabriele Schaunig (SPÖ) und Rechtsreferent Christian Ragger (FPÖ), recht hoffnungsfroh und gut vorbereitet gegeben. Schaunig hielt eine Grundsatzeinigung in der Finanzierungsfrage noch heute für möglich. Ragger schloss diese zumindest nicht aus.

Beim Treffen "auf technischer Ebene", wie es im Büro von Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) genannt wird, geht es um die dringend nötigen 343 Mio. Euro zur Finanzierung Kärntens heuer und einen längerfristigen Rahmenvertrag zur Finanzierung des südlichsten Bundeslandes darüber hinaus. Dem Vernehmen nach gibt es auch im Finanzministerium die Hoffnung, heute zumindest ein gutes Stück voranzukommen.

"Ich glaube, mit gutem Willen ist eine Einigung über die Vertragspunkte schon heute möglich", hoffte Schaunig während ihrer Anreise nach Wien. Das Treffen im Bundeskanzleramt in der vergangenen Woche zwischen der gesamten Kärntner Landesregierung und der Regierungsspitze habe die Ernsthaftigkeit des Themas bewiesen, so die Politikerin.

Auch Ragger hatte im APA-Gespräch während seiner Anreise Montagvormittag "ein gutes Gefühl. Wir versuchen, eine gute Lösung zu erzielen". Er ortete aber noch Gefahren, denn "was jetzt vom Bund noch gefordert wird und weit über Stabilitätspakt hinaus gehen soll, droht die Leistungsfähigkeit und gesamtwirtschaftliche Entwicklung Kärntens zum Erliegen zu bringen", warnte der Freiheitliche. Trotzdem könne man heute zumindest ein gutes Stück weiterkommen, wenn man die einzelnen Vertragspunkte des insgesamt rund 30 Seiten schweren Rahmenvertrages durcharbeite.

Das Thema der Landeshaftungen für Papiere der früheren Hypo Alpe Adria werde heute kein Thema sein, nur die Finanzierungsfrage. Trotzdem sucht der Bund noch nach einem "Vehikel zum Rückkauf der Papiere", wie es Ragger formulierte. Aus seiner Sicht ist es "denkunmöglich", dass dies Kärnten übernehme.

Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) betonte indes im "Morgenjournal" des ORF-Radios Ö1, dass Kärnten an den Bund "immer alles pünktlich zurückgezahlt" habe. Es gebe "keinen Grund, Kärnten die Finanzierung nicht zu gewähren". Die Finanzierungsfrage sollte nicht mit dem Damoklesschwert der landesbehafteten Hypo-Anleinen junktimiert werden, forderte der Landeshauptmann von Klagenfurt aus von Wien.

Mannheim (APA/Reuters) - Das Debakel beim angeschlagenen deutschen Industriedienstleister Bilfinger hat ein Nachspiel für den früheren Vorstandschef und hessischen Ex-Ministerpräsidenten Roland Koch. Der Mannheimer Industriedienstleister, unter Kochs Führung vor rund fünf Jahren in die Krise gestürzt, wolle nach einem Beschluss des Aufsichtsrats von allen Vorständen der Jahre 2006 bis 2015 Schadenersatz einfordern.
 

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Bilfinger zieht Ex-Vorstandschef Koch zur Rechenschaft

München (APA/AFP) - Hardware-Nachrüstungen von Dieselautos sind nach Einschätzung des ADAC möglich und "hochwirksam". Wie der Autoklub am Dienstag mitteilte, lässt sich nach neuen Messungen innerorts bei günstigen Fahr- und Temperaturbedingungen eine Reduktion der Stickoxid-Emissionen um bis zu 70 Prozent an diesen Fahrzeugen erreichen. Außerorts sind es demnach sogar bis zu 90 Prozent.
 

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ADAC: Hardware-Nachrüstungen von Dieselautos möglich und hochwirksam

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