Kärntner Energieversorger Kelag 2015 mit weniger Umsatz und Gewinn

Der Kärntner Energieversorger Kelag hat im vergangenen Jahr einen leichten Gewinnrückgang verzeichnet: von 94 Mio. Euro im Jahr 2014 auf 90 Mio. Euro. Das gab das Unternehmen am Dienstag in einer Aussendung bekannt. Die Umsatzerlöse sanken geringfügig von 1,44 auf 1,38 Mrd. Euro. Für das Jahr 2016 erwartet man ebenfalls wieder einen leichten Rückgang beim Ergebnis.

Den verringerten Umsatzerlös begründet die Kelag mit geringeren Großhandelspreisen. Denn sowohl Stromabsatz (plus 8,1 Prozent) als auch Wärmeabsatz wurden im vergangenen Jahr gesteigert - der Wärmeabsatz wegen des im Vergleich zu 2014 kühleren Wetters sogar um 10,2 Prozent. Durch verringerte Handelsaktivitäten sei der Gasabsatz dagegen um 14,7 Prozent gesunken, so das Unternehmen.
Der Energieversorger investierte im Geschäftsjahr 2015 insgesamt 134,9 Mio. Euro, vor allem in Wasserkraftprojekte in Kärnten und Südosteuropa sowie in Windkraftanlagen. Außerdem standen Investitionen in die Verteilernetze und in Fernwärmeanlagen an. Auch diese Summe war im Geschäftsjahr 2015 geringer als im Jahr zuvor (173 Mio. Euro). "Bei den aktuell extrem niedrigen Preisen sind viele neue Projekte zur Stromerzeugung wirtschaftlich nicht darstellbar", sagte dazu Kelag-Vorstand Manfred Freitag.
Zum Kelag-Konzern gehören die Kelag und ihre Tochtergesellschaften: Die KNG-Kärnten Netz GmbH, die Kelag Wärme GmbH, die KI-Kelag International GmbH, die Interenergo d.o.o. sowie die Kärntner Restmüllverwertungs GmbH (KRV). Darüber hinaus ist der Energieversorger mit zehn Prozent an der Verbund Hydro Power AG und mit 35 Prozent an der Stadtwerke Kapfenberg GmbH beteiligt.
Die Eigentümerkonstruktion bei der Kelag ist kompliziert. Die Kärntner Energieholding Beteiligungs GmbH hält 51 Prozent an der Kelag. Die Energieholding teilen sich Land Kärnten zu 51 Prozent und die RWE zu 49 Prozent. Die restlichen Kelag-Anteile halten die RWE mit direkten weiteren knapp 13 Prozent und der Verbund mit rund 35 Prozent. Ein knappes Prozent befindet sich im Streubesitz.

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