Kärnten baut bis 2020 acht Prozent der Spitalsbetten ab

Klagenfurt - In Kärnten wird in den kommenden fünf Jahren die Zahl der Akutbetten in den Krankenhäusern um insgesamt acht Prozent schrumpfen. Das sieht der "regionale Strukturplan Gesundheit" vor, der am Montag der Öffentlichkeit präsentiert worden ist. Der demografischen Entwicklung entsprechend werden Fächer wie Chirurgie und Innere Medizin schrumpfen, hingegen wird der Bereich Akutgeriatrie ausgeweitet.

Derzeit gibt es in den elf Kärntner Krankenanstalten 3.488 Akutbetten, diese Zahl soll auf 3.208 gesenkt werden, erklärte Wolfgang Habacher vom Joanneum Research, das mit der Ausarbeitung beauftragt worden war.

Die politische Vorgabe, so Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ), sei es gewesen, dass alle Standorte erhalten bleiben müssten. Besonderes Schwergewicht habe man auch auf eine ausgewogenere Versorgung der Regionen gelegt. So soll eine gewisse Benachteiligung des Westens ausgeglichen werden, wie etwa im Bereich der Psychiatrie, wo es etwa am LKH Villach eine kräftige Aufstockung geben wird.

Am Klinikum Klagenfurt schrumpft die Bettenzahl nur geringfügig auf künftig 1.395 Betten, ebenso in Villach (von 724 auf 703). Im Ordensspital in Friesach wird die chirurgische Abteilung geschlossen, ebenso bei den Elisabethinen in Klagenfurt, wo es künftig im chirurgischen Bereich nur mehr ein tagesklinisches Angebot geben wird. Im Krankenhaus Waiern in Feldkirchen fällt die interne Abteilung weg, in allen Häusern wird die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe geschrumpft, Chirurgie und Orthopädie werden - entsprechend der neuen Ärzte-Ausbildung, in der die beiden Fächer zusammengelegt werden - auch als Abteilungen zusammengelegt. Insgesamt sollen die Kooperationen der einzelnen Häuser verstärkt werden.

Ebenso geplant sind sogenannte "Primary Health Care Center", die im Wesentlichen wie eine Gruppenpraxis funktionieren. Der Direktor der Gebietskrankenkasse, Johann Lintner, sagte, diese Zentren sollten Montag bis Freitag von 7.00 bis 19.00 Uhr geöffnet sein und zumindest drei Allgemeinmediziner umfassen. Entsprechende Verhandlungen mit der Ärztekammer würden geführt werden, wie schnell eine Einigung möglich ist, könne er aber noch nicht sagen.

Verstärkt wird auch die psychosoziale Versorgung, in den größeren Bezirksstädten sind Beratungsstellen mit Ambulatorien geplant, dazu drei Beratungsstellen ohne Ambulatorien und einige Außenstellen. Ausgebaut wird auch der Bereich der Palliativversorgung, zur Abteilung im Klinikum Klagenfurt werden zwei zusätzliche mobile Palliativteams aufgebaut. Laut Prettner rechnet man durch die Neustrukturierung mit Einsparungen in der Größenordnung von rund zehn Millionen Euro pro Jahr. Die Gebietskrankenkasse muss allerdings mit höheren Kosten rechnen. Laut Lintner werde die Zahl der Planstellen für Allgemeinmediziner um sechs Stellen erhöht, auf der anderen Seite werde man die Planstellen für Chirurgie auslaufen lassen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne