Kabelfirma Tele Columbus plant Mega-Kapitalerhöhung für Zukäufe

Frankfurt - Deutschlands drittgrößter Kabelnetzbetreiber Tele Columbus will sich bei den Aktionären frisches Geld für seine Einkaufstour besorgen. Im Zuge einer Kapitalerhöhung sollen brutto 383 Mio. Euro in die Unternehmenskasse fließen, wie Tele Columbus am Montag mitteilte.

Mit der Transaktion fasst Tele Columbus zwei Kapitalerhöhungen zusammen, die im Mai und September angekündigt worden waren. Für den Kauf der kleineren Kabel-Rivalen Primacom und Pepcom legt das Berliner Unternehmen gut 1,3 Mrd. Euro auf den Tisch. Die im Kleinwerte-Index SDax gelisteten Tele-Columbus-Titel fielen nach der Ankündigung um rund acht Prozent auf 10,48 Euro

Tele Columbus bietet 70,9 Millionen neue Aktien an. Damit steigt die Zahl der ausgegebenen Titel um mehr als das Doppelte - derzeit hat die Firma einen Aktien-Grundstock von 56,7 Millionen Scheinen. Der Preis pro neuer Aktie beträgt 5,40 Euro. Die neuen Titel werden den Aktionären im Bezugsverhältnis von vier zu fünf angeboten - für vier alte Stückaktien können fünf neue bezogen werden. Die Bezugsfrist soll vom 21. Oktober bis zum 3. November laufen. Anteilsscheine, die auf diesem Wege nicht verkauft werden können, sollen in einer Privatplatzierung institutionellen Anlegern angeboten werden. An der Börse gehandelt werden können die neuen Aktien voraussichtlich ab dem 6. November. Organisiert wird die Kapitalerhöhung von den Banken Goldman Sachs, J.P. Morgan und BNP Paribas.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker