K+S muss Produktion drosseln - Rund 1.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit

Mangelnde Möglichkeiten zur Salzabwasserentsorgung zwingen den deutschen Düngemittel-Hersteller K+S erneut zu Abstrichen bei der Produktion. Ab dem 1. April werde die Kaliproduktion an den Standorten Hattorf und Unterbreizbach des Werra-Werkes vorübergehend eingestellt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Am Standort Wintershall könne diese zunächst noch fortgesetzt werden.

Wie lange genau die Produktion eingestellt wird, konnte ein K+S-Sprecher nicht sagen. Das hänge maßgeblich von den Regenmengen ab. Rund 650 Mitarbeiter an den hessischen Standorten Hattorf und Grube Hattorf-Wintershall sowie etwa 300 Mitarbeiter an den thüringischen Standorten Unterbreizbach und Merkers werden in Kurzarbeit geschickt. Insgesamt beschäftigt K+S mehr als 14.000 Mitarbeiter.

Dem deutschen Unternehmen machen die geringen Niederschläge in den vergangenen Wochen und die damit verbundene begrenzte Einleitung von Salzabwässern, die bei der Kaliproduktion anfallen, in die Werra zu schaffen. K+S erhielt vom Regierungspräsidium Kassel zuletzt nur eine Übergangserlaubnis für eine begrenzte Versenkung von Salzabwässern, die Ende 2016 ausläuft. Das führte bereits im Dezember und Anfang Jänner zu zeitweiligen Produktionseinschränkungen des Werra-Werkes. Eine abschließende Entscheidung über den im April 2015 eingereichten Antrag zur geplanten Fortsetzung der Versenkung bis Ende 2021 erwartet K+S weiterhin diesen Sommer.

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