Junge Wirtschaft fordert besseres Breitband und Steuerentlastung

Salzburg (APA) - Die Junge Wirtschaft Österreich erwartet sich mehr Unterstützung bei der Gründung von Unternehmen. Bei ihrer Bundestagung in Salzburg forderte sie konkret eine Breitbandoffensive flächendeckend für ganz Österreich, die Ausbildung von mehr Fachkräften und eine steuerliche Entlastung über den sogenannten Beteiligungsfreibetrag, sagte die Bundesvorsitzende Amelie Groß am Freitag vor Journalisten.

Groß berichtete von Unternehmern, die ihren Standort in die Stadt verlegen müssten, weil die Internetverbindung im ländlichen Gebiet nicht ausreiche. "Wir verlieren den Anschluss", warnte sie. Die Junge Wirtschaft startete deshalb die Aktion "Mission:Breitband" und sucht dabei online Unterstützer. Zentrale Forderung ist der Ausbau von flächendeckendem Breitband mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde. Weiters sprach sich Groß für ein Bildungssystem aus, "das im 21. Jahrhundert angekommen ist". Der Mangel an Fachkräften sei ein massives Problem.

Die dritte Forderung, den Beteiligungsfreibetrag, bezeichnete Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl als oberste Priorität für eine neue Bundesregierung. Ein Freibetrag über 100.000 Euro sei ein Anreiz für Investitionen, bei denen man nicht so abhängig von Banken sei, begründete Groß. Als weitere Hilfe für Unternehmensgründer plädierte Leitl für eine dreijährige Entlastung von der Mindestkörperschaftssteuer und eine Entlastung über den Gewinnfreibetrag. Hilfe für Unternehmensgründungen amortisiere sich kurzfristig, sagte Leitl. Denn in Österreich seien neun von zehn Gründer auch nach fünf Jahren noch auf dem Markt. Anders als in den USA mit dem Modell "Try and Fail" seien in Österreich Unternehmensgründungen sehr nachhaltig.

Leitl verteidigte beim Pressegespräch auch die Pflicht-Mitgliedschaft in der Wirtschaftskammer. "Man kann alles abschaffen, aber wenn man es tut, was bleibt dann", fragte der Präsident. Wer würde dann jährlich 30.000 Unternehmensgründer oder die Jungunternehmer begleiten, und wer würde jährlich 100.000 Lehrlinge aus- und 530.000 Beschäftigte weiterbilden. "Wir definieren uns als Wirtschaftskammer über die Leistung, das ist die Basis unserer Legitimation, und da messen wir uns im weltweiten Vergleich. Die solidarische Mitgliedschaft ist ein Wert, der dem Land und den Menschen dient."

Bei der Tagung der Jungen Wirtschaft Österreich treffen sich heute und morgen, Samstag, über 1.000 Jungunternehmer in Salzburg.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro