Juncker fürchtet späteren Start seiner EU-Kommission

(Reuters) - Der neue EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fürchtet wegen des Widerstands im EU-Parlament gegen die slowenische Kandidatin einen späteren Dienstantritt seiner Kollegen. "Es besteht das Risiko", antwortete Junckers Sprecher Margaritis Schinas am Donnerstag in Brüssel auf entsprechende Fragen von Journalisten. Dieses Risiko könne aber erst in den kommenden Tagen bewertet werden, wenn das Parlament über die Beschlüsse der zuständigen Fachausschüsse entschieden habe. Geplant war, dass die Kommission am 01. November ihre Arbeit aufnimmt.

Am Mittwochabend lehnten die Ausschüsse im EU-Parlament mit großer Mehrheit die ehemalige slowenische Regierungschefin Alenka Bratusek als Vizepräsidentin der Kommission für den Energiebereich ab. Junckers Sprecher betonte indes, dass Bratusek weiter für die Kommission nominiert sei. Juncker sei der Ansicht, dass die von ihm vorgenommene Verteilung der Themengebiete vom 10. September die richtige sei. Er sei aber mit den Spitzen des EU-Parlaments im regelmäßigen Kontakt.

Eine mögliche Alternative für Bratusek müsste von der slowenischen Regierung benannt werden. Als mögliche Kandidatin gilt die EU-Abgeordnete Tanja Fajon. Formal kann das EU-Parlament nur die gesamte EU-Kommission ablehnen und nicht einzelne Kandidaten. In der Vergangenheit zog der bisherige Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso aber Kandidaten zurück, wenn diese bei den Parlamentariern auf zu großen Widerstand stießen. Nach bisherigen Plänen soll das Parlament am 22. Oktober über Junckers Kommission abstimmen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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