Juncker: "Serbien und Montenegro werden bis 2025 in der EU sein"

Brüssel/Belgrad/Podgorica (APA/AFP) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erwartet bis Mitte des nächsten Jahrzehnts eine Erweiterung der EU um mindestens zwei Staaten des westlichen Balkans. Er denke, dass Serbien und Montenegro "vor 2025 Mitglieder der Europäischen Union sein werden", sagte Juncker am Mittwoch in Brüssel und bekräftigte gleichzeitig seinen Willen, Bulgarien und Rumänien in den Schengenraum aufzunehmen.

Die EU mit derzeit 28 Staaten war zum letzten Mal im Jahr 2013 um Kroatien erweitert worden. Im Zuge der Finanz- und Flüchtlingskrise hatte die Union weitere Erweiterungen zurückgestellt.

Der Kommissionschef hatte bereits im September in seiner jährlichen Rede zur Lage der Union erklärt, die EU müsse "eine glaubwürdige Erweiterungsperspektive für den westlichen Balkan" bieten, um "Stabilität in ihrer Nachbarschaft zu gewährleisten". Es sei aber klar, dass es in der bis 2019 laufenden Amtszeit seiner Kommission noch keine Erweiterung geben werde.

Serbien und Montenegro sind neben Albanien, Mazedonien und der Türkei offizielle EU-Beitrittskandidaten. Mit Montenegro begannen die Verhandlungen im Juni 2012, mit Serbien im Jänner 2014.

Juncker bekräftigte am Mittwoch, dass er Rumänien und Bulgarien in den Schengenraum aufnehmen will. "Das wird gemacht", sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Boiko Borissow in Brüssel. Dessen Land übernimmt im Jänner für ein halbes Jahr die rotierende EU-Ratspräsidentschaft.

Der Schengenraum besteht bisher aus 26 Ländern, darunter 22 EU-Staaten. Zwischen den Schengenstaaten herrscht Reisefreiheit, Kontrollen gibt es nur an der Außengrenze. Bei mehreren EU-Regierungen gibt es bisher Vorbehalte gegen eine Aufnahme der beiden Länder.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen