Julius-Bär-Chef Collardi kassiert 2015 über sechs Millionen Franken

Zürich - Julius-Bär-Chef Boris Collardi hat im vergangenen Jahr knapp 6,2 Mio. Franken (5,7 Mio. Euro) verdient. Im Jahr zuvor hatte sein Gesamtgehalt 5,7 Mio. Franken betragen, wie der Schweizer Vermögensverwalter am Montag im Geschäftsbericht mitteilte.

Die Bank berechnet den Lohn ihres Chefs dabei nach den Vorgaben einer Schweizer Verordnung, die das Gehalt von Führungskräften begrenzen soll (Minder-Initiative). Legt die Bank dem Gehaltsschema ihre eigenen Parameter zugrunde, ging das Gehalt von Collardi auf knapp sechs von 6,4 Millionen Franken im Jahr davor zurück.

Der bereinigte Gewinn der Bank schrumpfte im vergangenen Jahr wegen einer knapp 550 Mio. Dollar (487,6 Mio. Euro) schweren Strafe im US-Steuerstreit um 52 Prozent auf 279 Mio. Franken. Mit einer Kernkapitalquote von 18,3 Prozent verfügt das Institut jedoch über einen vergleichsweise dicken Eigenkapitalpolster.

Zudem informierte Bär im Geschäftsbericht über die Klage eines ehemaligen Kunden im Zusammenhang mit Devisengeschäften. Dieser habe nach seinen Angaben einen Verlust von 441 Mio. Franken erlitten und werfe der Bank nun vor, ihre Sorgfalts-, Aufklärungs- und Informationspflicht verletzt zu haben. Er habe eine Million Franken plus seit 2008 aufgelaufenen Zinsen eingeklagt, behalte sich aber eine Erhöhung der Klagesumme auf rund 121 Mio. Franken vor. "Die Bank bestreitet die Forderung und hat Maßnahmen zum Schutz ihrer Interessen getroffen", erklärte das Institut. Weitere Details wollte Bär nicht nennen.

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