JP Morgan zahlt 1,4 Milliarden Dollar in Vergleich mit Lehman-Klägern

Die US-Großbank JP Morgan will mit einem milliardenschweren Vergleich die Schadenersatzforderungen im Zuge der Lehman-Pleite aus der Welt schaffen. Die Vereinbarung sieht eine Barzahlung von insgesamt 1,42 Milliarden Dollar an die Kläger vor, wie aus am Montag veröffentlichten Gerichtsdokumenten von deren Anwälten hervorgeht.

Die in Abwicklung befindliche Investmentbank Lehman und deren Gläubiger hatten JP Morgan vorgeworfen, ohne Not Milliarden an Sicherheiten abgezogen zu haben und damit zum Zusammenbruch des einstigen Wall-Street-Giganten im September 2008 beigetragen zu haben. Es war der größte Bankrott in der US-Geschichte und löste eine internationale Finanzkrise aus.

Der Vergleich muss noch vom zuständigen Insolvenzgericht abgesegnet werden. JP Morgan legt damit den Großteil der Klagen in dem Lehman-Rechtsstreit bei, die sich auf 8,6 Milliarden Dollar summierten. Die nun vereinbarte Zahlung werde keine nennenswerten Auswirkungen auf die Ergebnisse des Instituts haben, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Der Vergleich kommt fast vier Monate nach einem Gerichtsurteil zugunsten von JP Morgan. Demnach war die Bank nicht verpflichtet, Lehman am Leben zu halten.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia