JP Morgan gilt als systemrelevanteste Bank für die Finanzstabilität

Basel (APA/dpa) - Die Deutsche Bank gehört nach Einschätzung des internationalen Finanzstabilitätsrates (Financial Stability Board/FSB) neben der Bank of America, der Citigroup und der britischen Großbank HSBC zu jenen Banken, die für die globale Stabilität der Finanzmärkte systemrelevant sind. Nur eine Bank ist noch bedeutender für die internationale Finanzstabilität: Die US-Investmentbank JP Morgan Chase.

Der Zusammenbruch einer dieser global operierenden und stark mit anderen Instituten vernetzten Geschäftsbanken könnte nach Ansicht des internationalen Beobachtergremiums die Wirtschaft weltweit insgesamt ins Wanken bringen. Das geht aus der am Dienstag in Basel veröffentlichten aktuellen Liste des FSB hervor. Banken in dieser Kategorie sind gehalten, einen zusätzlichen Eigenkapitalpuffers von zwei Prozent auf die Risikopositionen zu halten. Für JP Morgan Chase empfehlen die Stabilitätswächter einen zusätzlichen Eigenkapitalpuffer von 2,5 Prozent auf die Risikopositionen.

Insgesamt umfasst die jährlich aktualisierte Liste global systemrelevanter Banken 30 Institute. Die Royal Bank of Canada ist hinzugekommen, dafür ist die französische Groupe BPCE nicht mehr dabei. Die Bank-Austria-Mutter UniCredit Group ist in der selben Kategorie wie etwa Credit Suisse, Credit Agricole, ING, Morgan Stanley, Royal Bank of Scotland, Santander oder Societe Generale. Wichtiges Kriterium ist neben der Größe auch die Vernetzung in der Finanzwelt

Das FSB war 2009 als Reaktion auf die Finanzkrise von der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie-und Schwellenländern (G-20) gegründet worden. Das Gremium soll Notenbanker, Aufseher und Regierungsvertreter der Länder zusammenzubringen und das Vorgehen koordinieren. Die Umsetzung in konkrete Regeln liegt bei den nationalen Gesetzgeber.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte