JP Morgan - Türkei muss bis Mitte 2019 über 150 Mrd Euro zurückzahlen

London (APA/Reuters) - In der Türkei werden nach Analystenschätzungen bis Mitte nächsten Jahres umgerechnet rund 153 Mrd. Euro an Auslandsschulden fällig. Das entspricht fast einem Viertel der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes, führten die Analysten der US-Investmentbank JP Morgan am Mittwoch in einer Studie aus.

Demnach entfällt der Großteil der Summe auf den Privatsektor - insbesondere auf Banken. Nur umgerechnet 3,7 Mrd. Euro seien Schulden von öffentlichen Stellen.

"Der Finanzierungsbedarf in den nächsten Monaten ist groß und der Zugang zu den Märkten ist problematisch geworden", warnten die Experten. Umgerechnet rund 27 Mrd. Euro müssen nach Berechnungen von JP Morgan bereits bis zum Ende dieses Jahres zurückgezahlt werden. Bei Verbindlichkeiten von etwa 93 Mrd. Euro, die bis Juli 2019 beglichen werden müssten, bestehe ein Finanzierungsrisiko.

Seit Wochen steht die türkische Währung unter Druck. Seit Jänner büßte sie zum Dollar fast 40 Prozent an Wert. Um die Liquidität der heimischen Banken zu sichern, hat die türkische Notenbank Mitte August die Geldschleusen geöffnet und den Instituten eine ausreichende Liquiditätsversorgung zugesichert. Hinter dem Lira-Verfall steht unter anderem ein Streit zwischen den Regierungen in Ankara und Washington wegen der Inhaftierung eines US-Pastors in der Türkei. Zudem sehen Investoren zunehmend die Unabhängigkeit der türkischen Notenbank in Gefahr.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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