Johnson & Johnson soll in Asbest-Prozess 4,7 Mrd Dollar zahlen

New Brunswick (New Jersey) (APA/Reuters) - Im Prozess um mutmaßlich krebserregendes Puder hat eine Geschworenenjury im US-Bundesstaat Missouri den Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson am Donnerstag zur Zahlung von 4,69 Milliarden Dollar (4,02 Mrd. Euro) verpflichtet. Das Geld sollen insgesamt 22 Frauen erhalten. Sie hatten in dem Prozess in St. Louis geltend gemacht, dass sie durch die Produkte an Eierstockkrebs erkrankt seien.

Die Summe setzt sich aus 550 Millionen Dollar Entschädigung und einer Strafe von 4,14 Milliarden Dollar zusammen. Als Reaktion fielen die J&J-Aktien im nachbörslichen Handel um ein Prozent.

J&J äußerte sich über das Urteil enttäuscht und kündigte rechtliche Schritte an. Das Verfahren sei hochgradig unfair gewesen. Der Konzern bekräftigte, seine Produkte enthielten kein Asbest und lösten kein Krebs aus. Die Klägerinnen und ihre Familien hatten dagegen erklärt, ihre Erkrankungen gingen auf den jahrzehntelangen Einsatz von Babypuder oder kosmetischem Puder zurück. J&J habe spätestens seit den 70er Jahren von dem Asbest gewusst und Verbraucher nicht gewarnt.

Gegen J&J gibt es in Zusammenhang mit den Vorwürfen 9000 Klagen. Die meisten Kläger haben erklärt, dass das in Puder enthaltene Mineral Talk selbst Krebs verursacht habe. In einigen Fällen geht es auch um eine mutmaßliche Verunreinigung von Talk durch Asbest. In dem Prozess in St. Louis wurden die beiden Fallgruppen zusammengefasst.

London (APA/Reuters) - Der Reiseveranstalter Thomas Cook hat wegen des heißen Sommers seine Ergebnisprognose für das im September endende Bilanzjahr kassiert. Statt bisher in Aussicht gestellter Zuwächse rechnet der TUI-Rivale nun mit einem Gewinnrückgang, teilte der Konzern am Montag mitteilte.
 

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Heißer Sommer brachte Thomas Cook Gewinnrückgang

Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Industrie will sich nicht dem wachsenden Druck der US-Regierung beugen, auf die Gaspipeline Nord Stream 2, an deren Finanzierung die OMV beteiligt ist, zu verzichten und stattdessen amerikanisches Flüssiggas zu kaufen.
 

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Deutsche Industrie hält an Nord Stream 2 fest

Berlin (APA/dpa) - Der Europäische Rechnungshof rügt die EU-Agrarförderpolitik und verlangt eine Kurskorrektur zugunsten kleinerer Betriebe. "Wir Rechnungsprüfer haben Zweifel, dass die Zielsetzung in der Agrarpolitik noch den Vorgaben in den Verträgen entspricht", sagte Behördenpräsident Klaus-Heiner Lehne den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag).
 

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Europäischer Rechnungshof fordert Kurskorrektur bei Agrarförderung