Johnson & Johnson soll in Asbest-Prozess 4,7 Mrd Dollar zahlen

New Brunswick (New Jersey) (APA/Reuters) - Im Prozess um mutmaßlich krebserregendes Puder hat eine Geschworenenjury im US-Bundesstaat Missouri den Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson am Donnerstag zur Zahlung von 4,69 Milliarden Dollar (4,02 Mrd. Euro) verpflichtet. Das Geld sollen insgesamt 22 Frauen erhalten. Sie hatten in dem Prozess in St. Louis geltend gemacht, dass sie durch die Produkte an Eierstockkrebs erkrankt seien.

Die Summe setzt sich aus 550 Millionen Dollar Entschädigung und einer Strafe von 4,14 Milliarden Dollar zusammen. Als Reaktion fielen die J&J-Aktien im nachbörslichen Handel um ein Prozent.

J&J äußerte sich über das Urteil enttäuscht und kündigte rechtliche Schritte an. Das Verfahren sei hochgradig unfair gewesen. Der Konzern bekräftigte, seine Produkte enthielten kein Asbest und lösten kein Krebs aus. Die Klägerinnen und ihre Familien hatten dagegen erklärt, ihre Erkrankungen gingen auf den jahrzehntelangen Einsatz von Babypuder oder kosmetischem Puder zurück. J&J habe spätestens seit den 70er Jahren von dem Asbest gewusst und Verbraucher nicht gewarnt.

Gegen J&J gibt es in Zusammenhang mit den Vorwürfen 9000 Klagen. Die meisten Kläger haben erklärt, dass das in Puder enthaltene Mineral Talk selbst Krebs verursacht habe. In einigen Fällen geht es auch um eine mutmaßliche Verunreinigung von Talk durch Asbest. In dem Prozess in St. Louis wurden die beiden Fallgruppen zusammengefasst.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los