Job- und Standortsicherung bei Siemens-Medizintechnik

Erlangen/München (APA/dpa) - Zum bevorstehenden Börsengang hat sich die Siemens-Medizintechniksparte Healthineers mit Arbeitnehmervertretern auf eine Standort- und Beschäftigungssicherung geeinigt. Damit werden betriebsbedingte Kündigungen sowie die Schließung oder Verlagerung von Standorten ausgeschlossen.

"Mit diesem Zukunftspakt übertragen wir die in der Siemens AG erreichten Sicherheiten für die Arbeitnehmerseite eins zu eins auf die Healthineers", erklärte die Gesamtbetriebsratschefin der Sparte, Dorothea Simon. "Damit schaffen wir gute Voraussetzungen dafür, dass der Börsengang weder jetzt noch künftig zu Lasten der Beschäftigungsbedingungen geht."

Bei dem Konzern gilt seit Jahren eine entsprechende Vereinbarung mit der Bezeichnung "Radolfzell". Um den Pakt gab es zuletzt im Zuge der geplanten Einschnitte im Siemens-Kraftwerksgeschäft Diskussionen, weil Arbeitnehmervertreter die Vereinbarung durch die Pläne in Frage gestellt sahen, was die Siemens-Führung zurückwies.

Das Unternehmen will in der Kraftwerkssparte tausende Jobs streichen und hatte auch Standortschließungen angekündigt. Derzeit laufen Gespräche dazu mit den Arbeitnehmervertretern.

Am Wochenende hatte der Konzern die Preisspanne für den Börsengang von Healthineers bekanntgegeben. Mit möglichen Einnahmen von bis zu 4,65 Mrd. Euro ist es einer der größten Börsengänge seit Jahren in Deutschland. Healthineers mit einem Jahresumsatz von zuletzt fast 14 Mrd. Euro hat weltweit rund 48.000 Beschäftigte.

Mit der Job- und Standortsicherung bekenne sich das Unternehmen uneingeschränkt zur Tarifbindung und den jeweils regional geltenden Tarifverträgen, hieß es.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch