Japans Zentralbank bleibt bei ihrer Nullzinspolitik

Tokio - Die japanische Notenbank bleibt angesichts der wackligen Weltkonjunktur bei ihrer laxen Geldpolitik. "Der Abschwung in den Schwellenländern beeinträchtigt bereits die japanischen Exporte und die Produktion", begründete ihr Chef Haruhiko Kuroda am Dienstag die Entscheidung. "Trotzdem erholt sich unsere Wirtschaft weiter in einem moderatem Tempo."

Die Bank von Japan will die Konjunktur weiter durch Aufkäufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren mit 80 Billionen Yen (588,06 Mrd. Euro) im Jahr stützen. Der Leitzins liegt bereits seit Jahren bei null Prozent. Die Notenbank warnte vor Belastungen für die Konjunktur durch die sinkende Nachfrage in zahlreichen Schwellenländern. Dadurch könnten vor allem die Exporteure unter Druck kommen.

Kuroda hofft aber, dass Fortschritte in den Industrieländern die Weltwirtschaft anschieben. "Die positiven Effekte dürften sich ausbreiten und den Schwellenländern helfen, den Abschwung hinter sich zu lassen", sagte der Notenbanker. Die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft China dürfte zudem von Konjunkturprogrammen und geldpolitischen Erleichterungen profitieren.

Experten gehen davon aus, dass die Notenbank im Herbst noch einmal aktiv werden könnte. "Wir befinden uns nicht in einer Rezession, aber der Konjunktur fehlt es an Kraft", sagte Ökonom Hiroshi Miyazaki vom Finanzhaus Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. "Die Notenbank könnte ihre Politik Anfang Oktober lockern."

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte