Japans Zentralbank lässt Geldpolitik unverändert

Tokio - Die japanische Zentralbank lässt die Geldschleusen weit geöffnet und setzt den massiven Ankauf von Staatsanleihen unverändert fort. Das beschloss die Bank von Japan (BoJ) am Mittwoch nach Abschluss zweitägiger Beratungen. Die Währungshüter blieben auch bei ihrer Einschätzung der Wirtschaftslage. Demnach hat die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ihre moderate Erholung fortgesetzt.

Die Zentralbank hatte erst Ende Oktober vergangenen Jahres die geldpolitischen Zügel weiter gelockert. Ähnlich wie die Europäische Zentralbank (EZB), die seit kurzem ebenfalls in großem Umfang Staatsanleihen kauft, will die BoJ die Wirtschaft ankurbeln sowie die Inflation anheizen. Doch das gestaltet sich schwierig.

Der Preisanstieg werde bis auf Weiteres bei etwa null Prozent liegen, erklärte die Zentralbank in einer Stellungnahme. Hintergrund sind die niedrigen Ölpreise. Nachdem Japan jahrelang unter einer Deflation mit stetig fallenden Preisen gelitten hat, strebt die BoJ mit Macht ein Inflationsziel von 2 Prozent an.

Notenbankchef Haruhiko Kuroda gab sich am Mittwoch zuversichtlich: Die Inflation dürfte ab diesem Herbst deutlich anziehen, sagte er. An den Finanzmärkten wird jedoch spekuliert, dass die Bank die geldpolitischen Zügel noch weiter lockern wird. Diese Erwartung beflügelte am Mittwoch auch die Börse in Tokio: Der Nikkei-Index stieg auf ein 15-Jahres-Hoch von 19.789,81 Punkten.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma