Japans Wirtschaft erlebt unverhofften Wachstumsschub

Tokio (APA/Reuters) - Dank anziehender Investitionen hat Japans Wirtschaft vor dem Jahreswechsel einen Wachstumsschub hingelegt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Oktober bis Dezember aufs Jahr hochgerechnet um 1,6 Prozent zu, wie die Regierung in Tokio am Donnerstag mitteilte. Sie revidierte damit eine erste Schätzung von 0,5 Prozent kräftig nach oben.

So wurden die Daten zu den Investitionsausgaben korrigiert - von zunächst 0,7 Prozent auf 1,0 Prozent. Der private Verbrauch legte um 0,5 Prozent zu. Die Binnennachfrage trug 0,4 Prozentpunkte zum Wachstum bei, während die Exporte keine Impulse lieferten.

Mit der kräftigen Korrektur übertraf das BIP die Expertenprognosen von 0,9 Prozent deutlich. Japans Wirtschaft wächst somit bereits das achte Quartal in Folge. Einen solch langen Aufschwung hat es in Japan seit dem Wirtschaftsboom der 1980er Jahren nicht mehr gegeben. Insgesamt schaffte die Wirtschaft 2017 das stärkste Wachstum seit Jahren. Doch Experten erwarten, dass die Wirtschaft zu Jahresbeginn einen Gang zurückschalten wird. "Die jüngsten relativ schwach ausgefallenen Konjunkturdaten wie etwa die Industrieproduktion und die Einzelhandelsumsätze lassen darauf schließen, dass sich das BIP-Wachstum in ersten Quartal abschwächen dürfte", so Ökonom Masaki Kuwahara vom Handelshaus Nomura Securities.

Die Industrieproduktion ging im Jänner zum Vormonat um 6,6 Prozent zurück - und damit stärker als von Ökonomen erwartet. Kräftiger ging es zuletzt nur nach dem verheerenden Erdbeben im März 2011 bergab. Vor allem die Pkw- und Lkw-Produktion wurde angesichts schwacher Exporte Richtung USA deutlich zurückgefahren.

Notenbankchef Haruhiko Kuroda versucht mit Rückendeckung von Ministerpräsident Shinzo Abe seit längerem, die Konjunktur mit massiven Geldspritzen zu stärken und die Inflation anzuheizen. Abe befeuert den Aufschwung mit einer ausgabenfreudigen Haushaltspolitik - den sogenannten Abenomics. Für die Notenbank ist die Entwicklung ein ermutigendes Anzeichen, dass die Konjunktur ausreichend Schwung hat, um die Inflation wieder in Richtung ihres Zieles von zwei Prozent nach oben zu treiben.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch