Japans Notenbank bleibt lockerer Linie wohl noch lange treu

Tokio (APA/Reuters) - Japans Notenbank denkt trotz der kräftigen Wirtschaftserholung nicht an eine Abkehr von der Politik des billigen Geldes. Der Strafzins auf Einlagen von Finanzinstituten bleibt wie erwartet bei 0,1 Prozent. Wie die Bank von Japan (BoJ) am Freitag mitteilte, strebt sie zudem weiterhin eine Rendite von etwa 0 Prozent bei zehnjährigen Staatsanleihen an.

Die Notenbank zeigte sich überzeugt, dass ihre Geldschwemme zur Stützung der Konjunktur die Inflation in Richtung des Zwei-Prozent-Zieles treiben werde. Aber auch wenn diese Vorgabe bis Anfang kommenden Jahrzehnts erreicht werden sollte, werde es keinen sofortigen Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik geben, betonte Zentralbankchef Haruhiko Kuroda.

"Wir werden dann erst mit der Diskussion darüber beginnen, wann und wie wir die lockere Linie verlassen können", fügte der oberste Währungshüter in Tokio hinzu. Während die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt zuletzt zumindest einen Mini-Schritt Richtung Straffung wagte und in den USA Zinserhöhungen in vollem Gange sind, wird die BoJ somit voraussichtlich noch lange an ihrem aktuellen Kurs festhalten.

Die japanische Wirtschaft erlebt derzeit den längsten Aufschwung seit dem Boom der 1980er Jahre. Dank anziehender Investitionen legte sie vor dem Jahreswechsel einen Wachstumsschub hin.

Kuroda versucht mit Rückendeckung von Ministerpräsident Shinzo Abe seit längerem, mit massiven Geldspritzen die Konjunktur und die Inflation anzukurbeln. Abe befeuert den Aufschwung mit einer ausgabenfreudigen Haushaltspolitik ("Abenomics"). Doch Experten gehen davon aus, dass die Wirtschaft zu Jahresbeginn einen Gang zurückgeschaltet hat.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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