Japanischer Notenbankchef will Geldpolitik bei Bedarf weiter lockern

Tokio - Die japanische Notenbank wird ihre bereits extrem lockere Geldpolitik bei Bedarf noch ausweiten. Das sagte der Chef der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, am Dienstag im Parlament des ostasiatischen Landes. Das Wertpapier-Kaufprogramm könnte ausgeweitet oder die Strafzinsen für Geschäftsbanken verschärft werden. Im Vorfeld könne er sich aber nicht auf bestimmte Maßnahmen festlegen.

Die Zentralbank schaut vor allem auf die Finanzmärkte, die Inflation und die wirtschaftliche Entwicklung. Wegen schwacher Exporte und Konsumausgaben war die japanische Wirtschaft Ende 2015 geschrumpft. Auch für die ersten drei Monate 2016 rechnen viele Ökonomen mit einem Minus, womit Japan wieder in einer Rezession wäre. Kuroda sagte jedoch, die Wirtschaft erhole sich moderat.

Viele Konjunkturdaten sprechen aber eine andere Sprache. Auch das angepeilte Inflationsziel von zwei Prozent ist in weiter Ferne. Japan war lange in einer Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen, geringeren Firmengewinnen und Investitionen gefangen. Die lockere Geldpolitik soll helfen, wieder für mehr Inflation und Wachstum zu sorgen.

Washington (APA/dpa) - Nach tagelangen zähen Verhandlungen haben Republikaner und Demokraten in den USA den Stillstand der Regierung beendet - das eigentliche Problem damit aber nur vertagt. Der Kongress verabschiedete am Montag einen weiteren Übergangshaushalt, der die Finanzierung der Regierung bis zum 8. Februar sicherstellt. Beide Seiten wollen zudem weiter über ein Einwanderungspaket verhandeln.
 

Newsticker

"Shutdown" der US-Regierung beendet - aber nur Übergangslösung

Luxemburg (APA/dpa) - Der Europäische Rechnungshof hat der EU-Kommission Nachlässigkeiten bei der Haushaltsüberwachung in Europa vorgeworfen. Die Brüsseler Behörde wende den Stabilitäts- und Wachstumspakt nicht effektiv an, um übermäßige Verschuldung und wirtschaftliche Ungleichgewichte in Europa wirksam zu verhindern, erklärten die Rechnungsprüfer am Dienstag in Luxemburg.
 

Newsticker

Rechnungshof wirft EU-Kommission mangelhafte Haushaltsüberwachung vor

Wien (APA) - Am heutigen zehnten Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen den Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und 13 weitere Angeklagte hat der Verteidiger des mitangeklagten Walter Meischberger schwere Vorwürfe erhoben. Der Anwalt mutmaßt eine verbotene Absprache zwischen dem teilgeständigen Peter Hochegger und der Justiz. Hochegger und Staatsanwalt Alexander Marchart dementierten das.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - Verteidigervorwurf gegen Hochegger: Verbotener Deal