Japan senkt möglicherweise mittelfristige Konjunkturprognose

Tokio (APA/Reuters) - In der japanischen Regierung mehren sich Insidern zufolge die Zweifel am baldigen Erreichen des mittelfristigen Inflationsziels. Die Prognosen für die Teuerungsrate im Steuerjahr 2021 könnte auf 1,5 Prozent gesenkt werden, sagten mehrere mit den Planungen vertraute Regierungsmitarbeiter am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Das steht im Kontrast zu den Planungen der Notenbank, die ab 2019 Werte von rund 2 Prozent erreichen will. Sie pumpt seit mehr als vier Jahren jede Menge billiges Geld in die Märkte, um so die Inflation anzuheizen.

In ihren Prognosen, die im Jänner offiziell vorgestellt werden sollen, könnte die Regierung den Informationen zufolge auch von ihrem Wachstumsziel abrücken. Nach bisheriger Schätzung soll der nicht-preisbereinigte (nominale) Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Steuerjahr 2021 bei 3,9 Prozent liegen. Im abgelaufenen Jahr waren es 1,1 Prozent.

Ein geringeres Wachstum könnte den Druck erhöhen, die Staatsfinanzen zu reformieren, ist Japan doch das am höchsten verschuldete Industrieland der Welt: Der Schuldenberg ist inzwischen mehr als doppelt so hoch wie die jährliche Wirtschaftsleistung.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort