Japan nimmt bei Post-Börsengang mehr als fünf Milliarden Euro ein

Tokio, 26. Okt (Reuters) - Japan nimmt bei der größten Privatisierung seit drei Jahrzehnten mehr als zehn Milliarden Euro ein. Allein der Börsengang der Post soll dem Staat umgerechnet 5,2 Milliarden Euro in die Kassen spülen. Das Unternehmen legte den Aktienpreis für ihren Börsengang am Montag mit 1400 Yen am oberen Ende der anvisierten Preisspanne fest. Ähnlich war sie bereits bei den Börsengängen ihrer Bank- und Versicherungstöchter vorgegangen.

Zunächst sollen zehn Prozent der Post-Aktien auf den Markt gebracht werden. Das Geld aus den Privatisierungen soll in den Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben und der Atomkatastrophe in Fukushima vor viereinhalb Jahren fließen. Die Japan Post Bank und die Japan Post Insurance hatten ihre Aktienpreise vergangene Woche bekanntgegeben. Erstmals gehandelt werden die Papiere der drei Unternehmen am 4. November.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

Newsticker

EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

Newsticker

Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

Newsticker

"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden