Japan fährt weiteren Atomreaktor an

Japan hat trotz aller Proteste in der Bevölkerung einen dritten Reaktor wieder angefahren. Fünf Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima schaltete der Betreiberkonzern Kansai Electric Power am Freitag den Reaktor Nummer 3 im Atomkraftwerk Takahama in der westlichen Provinz Fukui wieder ein.

Es ist das zweite AKW, das die nach der Fukushima-Katastrophe eingeführten neuen Sicherheitsvorschriften erfüllt und wieder in Betrieb geht. Nach Angaben der Regierung handelt es sich angeblich um die "strengsten der Welt". Im vergangenen Jahr waren bereits zwei Reaktoren im Atomkraftwerk Sendai in der südwestlichen Provinz Kagoshima wieder ans Netz gegangen.

In der Provinz Fukui wurde nun erstmals ein Atomreaktor wieder in Betrieb genommen, bei dem Mischoxid-Brennelemente (MOX) aus Plutonium und Uran zum Einsatz kommen.

Als Konsequenz aus der Katastrophe in Fukushima vom 11. März 2011 waren zwischenzeitlich zwei Jahre lang alle 48 Reaktoren in Japan stillgestanden. Die Betreiberkonzerne decken den Strombedarf ersatzweise mit Wärmekraftwerken, wofür die rohstoffarme Inselnation teures Öl und Gas importieren muss.

Die Regierung des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe rechtfertigt das Wiederanfahren von Reaktoren auch mit vornehmlich wirtschaftlichen Gründen. Sie strebt an, dass der Anteil der Atomenergie an der Stromversorgung bis zum Jahr 2030 bei 20 bis 22 Prozent liegt. Vor dem Gau in Fukushima war er bei knapp 30 Prozent gelegen.

Im März 2011 hatten ein Erdbeben der Stärke 9,0 und ein anschließender gewaltiger Tsunami den Nordosten des Landes verwüstet. 18.500 Menschen starben. Im AKW Fukushima kam es zu Kernschmelzen.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort