Japan - Stahlzölle schaden US-Autoindustrie

Tokio (APA/Reuters) - Die von den USA gegen Japan verhängten Schutzzölle auf Stahl dürften nach Ansicht des japanischen Außenministers Taro Kono der US-Autoindustrie schaden. Die Hersteller würden weiterhin die von ihnen benötigten qualitativ hochwertigen japanischen Produkte kaufen, sagte Kono am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Anders als die EU und andere westliche Staaten hatte US-Präsident Donald Trump Japan vorerst nicht von den neuen Zöllen von 25 Prozent ausgenommen. Kono drängte die US-Regierung, nicht die Regeln der Welthandelsorganisation zu verletzen.

Der Außenminister äußerte zudem die Hoffnung, dass die USA zum asiatisch-pazifischen Handelsabkommen zurückkehren würden. Dieses war von Trump aufgekündigt worden. Experten zufolge dürfte Trump mit der Verhängung der Schutzzölle versuchen, Japan zu Gesprächen über ein bilaterales Abkommen zu zwingen. Die Regierung in Tokio lehnt ein solches ab, da sie zunehmenden Druck zur Öffnung politisch heikler Märkte wie den Agrarsektor fürchtet. Bilaterale Wirtschaftsfragen sollten weiterhin im Rahmen des sogenannten Wirtschaftsdialogs behandelt werden, den US-Vizepräsident Mike Pence und Japans Vizeregierungschef Taro Aso führten, sagte Kono.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht