Japan - Stahlzölle schaden US-Autoindustrie

Tokio (APA/Reuters) - Die von den USA gegen Japan verhängten Schutzzölle auf Stahl dürften nach Ansicht des japanischen Außenministers Taro Kono der US-Autoindustrie schaden. Die Hersteller würden weiterhin die von ihnen benötigten qualitativ hochwertigen japanischen Produkte kaufen, sagte Kono am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Anders als die EU und andere westliche Staaten hatte US-Präsident Donald Trump Japan vorerst nicht von den neuen Zöllen von 25 Prozent ausgenommen. Kono drängte die US-Regierung, nicht die Regeln der Welthandelsorganisation zu verletzen.

Der Außenminister äußerte zudem die Hoffnung, dass die USA zum asiatisch-pazifischen Handelsabkommen zurückkehren würden. Dieses war von Trump aufgekündigt worden. Experten zufolge dürfte Trump mit der Verhängung der Schutzzölle versuchen, Japan zu Gesprächen über ein bilaterales Abkommen zu zwingen. Die Regierung in Tokio lehnt ein solches ab, da sie zunehmenden Druck zur Öffnung politisch heikler Märkte wie den Agrarsektor fürchtet. Bilaterale Wirtschaftsfragen sollten weiterhin im Rahmen des sogenannten Wirtschaftsdialogs behandelt werden, den US-Vizepräsident Mike Pence und Japans Vizeregierungschef Taro Aso führten, sagte Kono.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker