IWH warnt vor Risiken für deutsche Hochkonjunktur

Berlin (APA/Reuters) - Dem Aufschwung in Deutschland drohen dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zufolge wachsende Risiken. "Die deutsche Wirtschaft ist derzeit in einer Hochkonjunktur", sagte IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller heute, Donnerstag. "Zweifelhaft ist, ob sie über die Kapazitäten verfügt, um das Tempo des Aufschwungs noch lange durchzuhalten."

Für dieses Jahr rechnet das IWH erneut mit einem Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent, das 2019 auf 1,6 Prozent nachlassen dürfte.

Die Steuerreform in den USA werde der Weltwirtschaft in diesem Jahr zwar einen zusätzlichen Schub verleihen. "Allerdings dürften die Steuersenkungen auch Sorgen verstärkt haben, dass höhere US-Zinsen bald weltweit Aktienkurse sinken und Finanzierungskosten steigen lassen könnten", erklärten die Forscher. "Auch trübt das Risiko einer Spirale protektionistischer Maßnahmen die weltwirtschaftlichen Aussichten, seit die USA im März Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte erhoben haben."

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker