IWF-Vize warnt: Weltwirtschaft könnte entgleisen

Die Weltwirtschaft droht IWF-Vizechef David Lipton zufolge aus der Wachstumsspur zu geraten. Sie befinde sich an einer heiklen Weggabelung, "an der das Risiko einer Entgleisung gewachsen ist", sagte Lipton am Dienstag bei einer Veranstaltung in Washington laut Redetext.

Nötig seien entschiedene Schritte, um die Weltwirtschaft zu beleben und auf einen besseren Pfad zu bringen. Denn die Risiken hätten in jüngster Zeit nochmals zugenommen und auch die Basis für die jüngsten Wachstumsprognosen könnte sich weiter aufgeweicht haben.

Um das Wachstum zu stützen und zu stärken, ist nach Liptons Worten ein Dreiklang aus geld-, finanz- und strukturpolitischen Maßnahmen notwendig. Zum einen müssten die Staaten mehr für die Nachfrage tun und dürften sich nicht allein auf andere Länder verlassen. Daneben sollten die Notenbanken nach Möglichkeit den konjunkturstützenden Kurs beibehalten. "Eine vorzeitige Rücknahme der geldpolitischen Unterstützung würde nicht nur der Glaubwürdigkeit dieser Politik schaden, sie könnte vielmehr das auslösen, was wir zu vermeiden suchen", sagte er, nämlich eine weitere wirtschaftliche Abschwächung.

Allerdings seien die Spielräume der Geldpolitik für konjunkturelle Impulse inzwischen begrenzt, räumte Lipton ein. Daher müsse die Finanzpolitik eine stärkere Rolle bei der Wachstumsstärkung spielen, etwa durch höhere Investitionen in den Ländern, die sich das leisten könnten. Das zielt offenbar auch auf Deutschland ab. Daneben sollten sowohl die Industrie- als auch die Schwellenländer Strukturreformen vornehmen, um ihre Wachstumskraft zu stärken. Der Vizechef des Internationalen Währungsfonds warnte allerdings, man müsse die Risiken staatlicher Schulden immer wieder neu gegenüber den Wachstumsgefahren ausbalancieren.

Wien (APA/Reuters) - Für die Aktien der BAWAG zeichnet sich ein Ausgabepreis von 48 Euro ab. Die begleitenden Banken teilten großen Investoren am Dienstag mit, Gebote, die darunter lägen, könnten aller Voraussicht nach nicht berücksichtigt werden. Mit dieser Formel deuten die Investmentbanker in der Regel den Preis an, auf den es hinausläuft. Er liegt nahe dem unteren Ende der Preisspanne von 47 bis 52 Euro.
 

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BAWAG-Aktien werden wohl zu 48 Euro ausgegeben

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Rom (APA) - Nach dem klaren Votum für mehr Autonomie bei den Referenden in Venetien und in der Lombardei erheben die Präsidenten der beiden norditalienischen Regionen Forderungen an die Zentralregierung in Rom. Der Präsident Venetiens, Luca Zaia, will sich nicht nur mit mehr regionalen Kompetenzen begnügen, sondern fordert für seine Region ein Sonderstatut nach Südtiroler Modell.
 

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