IWF-Vize warnt: Weltwirtschaft könnte entgleisen

Die Weltwirtschaft droht IWF-Vizechef David Lipton zufolge aus der Wachstumsspur zu geraten. Sie befinde sich an einer heiklen Weggabelung, "an der das Risiko einer Entgleisung gewachsen ist", sagte Lipton am Dienstag bei einer Veranstaltung in Washington laut Redetext.

Nötig seien entschiedene Schritte, um die Weltwirtschaft zu beleben und auf einen besseren Pfad zu bringen. Denn die Risiken hätten in jüngster Zeit nochmals zugenommen und auch die Basis für die jüngsten Wachstumsprognosen könnte sich weiter aufgeweicht haben.

Um das Wachstum zu stützen und zu stärken, ist nach Liptons Worten ein Dreiklang aus geld-, finanz- und strukturpolitischen Maßnahmen notwendig. Zum einen müssten die Staaten mehr für die Nachfrage tun und dürften sich nicht allein auf andere Länder verlassen. Daneben sollten die Notenbanken nach Möglichkeit den konjunkturstützenden Kurs beibehalten. "Eine vorzeitige Rücknahme der geldpolitischen Unterstützung würde nicht nur der Glaubwürdigkeit dieser Politik schaden, sie könnte vielmehr das auslösen, was wir zu vermeiden suchen", sagte er, nämlich eine weitere wirtschaftliche Abschwächung.

Allerdings seien die Spielräume der Geldpolitik für konjunkturelle Impulse inzwischen begrenzt, räumte Lipton ein. Daher müsse die Finanzpolitik eine stärkere Rolle bei der Wachstumsstärkung spielen, etwa durch höhere Investitionen in den Ländern, die sich das leisten könnten. Das zielt offenbar auch auf Deutschland ab. Daneben sollten sowohl die Industrie- als auch die Schwellenländer Strukturreformen vornehmen, um ihre Wachstumskraft zu stärken. Der Vizechef des Internationalen Währungsfonds warnte allerdings, man müsse die Risiken staatlicher Schulden immer wieder neu gegenüber den Wachstumsgefahren ausbalancieren.

Wien (APA) - Der frühere Obmann des Rings freiheitlicher Studenten (RFS), Alexander Schierhuber, wird per 1. Juni einer von vier Geschäftsführern der Breitspur Planungsgesellschaft mbH. Einen entsprechenden Online-Bericht der "Presse" bestätigte das von Norbert Hofer (FPÖ) geführte Infrastrukturministerium auf APA-Anfrage. Schierhuber ist schlagender Burschenschafter beim Akademischen Corps Saxonia zu Wien.
 

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Ex-RFS-Chef Schierhuber wird Breitspurbahnplanungs-Geschäftsführer

Auburn Hills (Michigan) (APA/dpa) - Der Autobauer Fiat Chrysler hat in den USA rund 4,8 Millionen Autos wegen Softwareproblemen zurückgerufen. Konkret gehe es um mögliche Fehlfunktionen im Zusammenhang mit den Geschwindigkeitsreglern, die behoben werden müssten, teilte das Unternehmen am Freitag in Auburn Hills mit. Betroffen seien unter anderem Fahrzeuge der Marken Chrysler Sedan, Cherokee und Ram Pickups.
 

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Softwareprobleme: Fiat Chrysler ruft in den USA 4,8 Mio. Autos zurück

Brüssel (APA/dpa) - In Europa gelten seit Freitag einheitliche Datenschutzregeln. Nach zweijähriger Übergangsfrist ist die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nun in allen 28 EU-Staaten in Kraft getreten. Sie setze "einen weltweiten Datenschutz-Standard, und darauf können wir alle stolz sein", sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourová am Freitag in Brüssel. "Sie bringt konkreten Nutzen für Bürger ebenso wie für Unternehmen."
 

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DSGVO verbessert Datenschutz - Erste Beschwerden gegen US-Konzerne