IWF sieht Weltwirtschaft optimistisch - Warnung vor Handelsstreit

Washington (APA/dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) bewertet die Aussichten für die Weltwirtschaft weiterhin optimistisch - zumindest auf kurze Sicht. Längerfristig hingegen sieht der IWF Wachstumsrisiken, wie der Währungsfonds am Dienstag in Washington mitteilte. Sorgen bereiten dem Fonds unter anderem zunehmende Handelsstreitigkeiten wie zwischen den USA und China sowie geopolitische Spannungen.

Seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft beließ der IWF unverändert bei jeweils 3,9 Prozent für dieses und nächstes Jahr. Etwas günstiger als im Rahmen der jüngsten Prognoserunde vom Jänner bewertet er dagegen die Aussichten für die USA und die Eurozone. Für die USA wurden die Wachstumsprognosen um jeweils 0,2 Punkte auf 2,9 (2018) und 2,7 (2019) Prozent erhöht. Für die Eurozone liegt die Projektion für dieses Jahr um 0,2 Punkte höher bei 2,4 Prozent. Die Erwartungen für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr wurden ebenfalls um 0,2 Punkte auf 2,5 Prozent angehoben.

Die Weltwirtschaft zeige weiterhin eine breite Wachstumsdynamik, sagte IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld. Im Gegensatz dazu stehe der ebenfalls breite Handelskonflikt. "Trotz der positiven kurzfristigen Nachrichten sind die längerfristigen Aussichten ernüchternder." Blicke man über die kommenden Quartale hinweg, zeichneten sich deutliche Wachstumsrisiken ab, sagte Obstfeld. Beispielhaft warnte er vor der hohen privaten wie auch staatlichen Verschuldung, politischen Risiken und der Eskalation von Handelsstreitigkeiten.

"Die gegenwärtig guten Zeiten werden nicht lange anhalten", prognostizierte Obstfeld. Er verband die Warnung mit der Aufforderung, staatliche Finanzpuffer aufzubauen, Strukturreformen umzusetzen und die Geldpolitik vorsichtig anzupassen. Die Regierungen seien aufgefordert, das Wachstum zu stärken und es besser zu verteilen. "Handelsstreitigkeiten lenken von dieser wichtigen Agenda eher ab anstatt sie voranzutreiben."

Hannover (APA/dpa) - Trotz großer Fortschritte beim Ausbau von Ökostrom drohen aus Sicht der deutschen Energiewirtschaft in einigen Jahren Engpässe bei der Versorgung. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) pocht daher auf den Bau konventioneller Kraftwerke.
 

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Deutsche Energiewirtschaft warnt vor Kapazitäts-Engpässen

Frankfurt (APA/Reuters) - Spekulationen um anziehende Zinsen treiben die bei Anlegern viel beachtete Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen immer weiter nach oben. Am Montag erreichte sie mit 2,996 Prozent den höchsten Stand seit Anfang 2014 und war damit nur noch einen Hauch von der psychologisch wichtigen Marke von drei Prozent entfernt.
 

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US-Anleiherendite vor Durchbruch von Drei-Prozent-Marke

Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Wirtschaft ist besser als erwartet ins Frühjahr gestartet. Der Markit-Einkaufsmanagerindex - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg um 0,2 auf 55,3 Punkte. Er hielt sich damit klar über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern, wie das Institut IHS Markit am Montag zu seiner Umfrage unter 800 Firmen mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 54,8 Zähler gerechnet.
 

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Deutsche Wirtschaft "wieder auf Kurs" - Markit-Umfrage