IWF warnt vor wachsenden Risiken für Weltwirtschaft

Ankara - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat kurz vor dem Treffen der G20-Finanzminister vor wachsenden Risiken für die Weltwirtschaft und insbesondere für die Schwellenländer gewarnt. Das sich verlangsamende Wachstum in China und die zunehmenden Schwankungen an den Finanzmärkten könnten sich erheblich auf den Ausblick auswirken, heißt es in einem am Mittwoch in Washington verbreiteten IWF-Papier.

Das Dokument ist für die Konferenz in Ankara vorgesehen. In der türkischen Hauptstadt beraten am Freitag und Samstag die Finanzminister der zwanzig führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) unter anderem über die angespannte Lage in China und Brasilien.

Die in dem IWF-Papier aufgelisteten Risiken reichen von einem stärkeren Dollar und dem Währungsverfall in mehreren Schwellenländern über fallende Rohstoffpreise bis hin zum schwächeren Kapitalzufluss. Sie wiesen auf eine Abwärtsbewegung hin, schreiben die IWF-Experten. "Ein gleichzeitiges Eintreffen mehrerer dieser Risiken würde die Aussichten erheblich verschlechtern."

Im Juli hatte der IWF seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum für dieses Jahr auf 3,3 Prozent gesenkt. Für China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, sieht der IWF ein langsameres Wirtschaftswachstum von 6,8 Prozent voraus.

China sollte trotz der Marktturbulenzen an der Liberalisierung seiner Wirtschaft festhalten, empfahl der IWF. "Durch die jüngsten scharfen Korrekturen am Aktienmarkt sollte die Regierung sich nicht entmutigen lassen, mit den Reformen fortzufahren, um dem Marktmechanismus eine entscheidendere Rolle in der Wirtschaft zu geben, Verzerrungen zu beseitigen und die Institutionen zu stärken."

Die US-Notenbank, deren nächster Zinsentscheid mit großer Spannung erwartet wird, solle ihre Beschlüsse "datenabhängig" fällen, schrieben die IWF-Experten. Der Europäischen Zentralbank (EZB) riet der IWF, ihr Anleihekaufprogramm auszuweiten, sollten sich die Inflationsaussichten nicht verbessern.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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